Israel Dutzende Menschen sterben bei Busunfall

Tragischer Unfall in Israel: In der Nähe des Badeorts Eilat starben 26 Menschen in den Trümmern eines Reisebusses, der in eine Schlucht gestürzt war. Bei den Opfern handelte es sich offenbar um russische Reiseführer - sie waren gerade erst in Israel angekommen.


Jerusalem - Beim schlimmsten Busunglück in der Geschichte Israels sind nahe dem Badeort Eilat nach Angaben von Rettungskräften mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen.

Die anderen Insassen - insgesamt sollen 55 Reisende an Bord gewesen sein - wurden zum Teil schwer verletzt. Es soll sich um russische Fremdenführer handeln, die gerade erst zu einer Erkundungstour touristischer Ziele in Israel eingetroffen waren. Sie wollten eine Woche in Eilat am Roten Meer verbringen.

Ihr Bus soll Beobachtern zufolge in der Negev-Wüste in einen dutzende Meter tiefen Abgrund gestürzt sein.

"Der Busfahrer wollte in einer Haarnadelkurve einen anderen Bus überholen und hat dabei die Kontrolle verloren", sagte ein Taxifahrer, der hinter dem Bus gefahren war, dem israelischen Rundfunk. Beim Sturz in die Schlucht habe sich der Reisebus mehrfach überschlagen. Aus dem Inneren des Fahrzeugs seien mehrere Insassen herausgeschleudert worden.

"Es sieht aus wie auf einem Schlachtfeld", sagte der Besitzer des Busunternehmens, Michel Alexei, der Zeitung "Jediot Acharonot".

Hubschrauber der Luftwaffe und mehrere Rettungswagen waren am Unfallort im Einsatz. Ein nahegelegenes Krankenhaus rief alle verfügbaren Mitarbeiter zum Dienst, um die Verletzten behandeln zu können.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert, der sich zur Zeit in London aufhält, drückte in einem Beileidsschreiben sein Entsetzen über den schrecklichen Unfall und die hohe Zahl von Toten und Verletzten aus, wie sein Amt mitteilte.

Der Badeort Eilat am Roten Meer an der Südspitze Israels ist ein beliebtes Urlaubsziel.

pad/AP/AFP



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