Stärke 5,8 Erdbeben erschüttert Marmararegion und Istanbul

Es war bis ins Zentrum der Metropole zu spüren: Istanbul wurde von einem Erdbeben der Stärke 5,8 erschüttert. Es ist das zweite binnen weniger Tage.

Millionenmetropole Istanbul: Erhebliche tektonische Spannungen entdeckt
epa/ERDEM SAHIN

Millionenmetropole Istanbul: Erhebliche tektonische Spannungen entdeckt


Ein Erdbeben der Stärke 5,8 hat die türkische Marmararegion erschüttert und ist bis ins Zentrum Istanbuls zu spüren gewesen. Das Epizentrum habe im Marmarameer westlich der Millionenmetropole vor dem Bezirk Silivri gelegen, teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad mit. Es ist das zweite Beben innerhalb von zwei Tagen. Bereits am Dienstag erschütterte ein Beben der Stärke 4,6 die Marmararegion.

Kaum eine Großstadt gilt als so erdbebengefährdet wie Istanbul. Die Angst vor einem verheerenden Erdbeben ist in der Millionenmetropole allgegenwärtig. Die Stadt mit rund 16 Millionen Einwohnern liegt an der sogenannten Nordanatolischen Störung, einer Grenze zwischen der eurasischen und der anatolischen Erdplatte.

Erst im Juli hatten Wissenschaftler um den Kieler Geophysiker Dietrich Lange vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung vor der Stadt erhebliche tektonische Spannungen entdeckt. Diese würden reichen, um ein Beben der Stärke 7,1 bis 7,4 auszulösen.

Die Türkei wurde in der Vergangenheit immer wieder von Erdbeben erschüttert. Eines der tödlichsten war das Beben im Jahre 1999 in der Nähe Istanbuls. Damals kamen mehr als 17.000 Menschen ums Leben.

bam/dpa



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