Italien 21-Jähriger stirbt nach Schlägerei

Ein tödlicher Streit beschäftigt Italien: Bei einer Prügelei ist Medienberichten zufolge ein junger Mann ums Leben gekommen, der einem Freund helfen wollte. Unter den Verdächtigen sind zwei Kampfsportler.
Ein Polizeiauto in Rom bei Nacht (Symbolbild)

Ein Polizeiauto in Rom bei Nacht (Symbolbild)

Foto: Giuseppe Fama / imago images /Pacific Press Agency

In einer italienischen Kleinstadt sollen mehrere Männer einen 21-Jährigen zu Tode geprügelt haben. Das berichten unter anderem die Zeitungen "Il Messaggero " und "La Repubblica ". Bei den Tätern handelt es sich demnach um zwei Kampfsport-begeisterte Brüder und deren Freunde. Der Fall sorgte landesweit für Schlagzeilen und die Forderung nach drastischer Bestrafung der Täter.

Der getötete Mann war laut den Berichten in der Nacht auf Sonntag in Colleferro südöstlich von Rom mit mehreren Freunden unterwegs in einem Klub. Als sie den Laden verließen, sei dem späteren Opfer auf der anderen Straßenseite ein ehemaliger Klassenkamerad aufgefallen, der in einen Streit geraten war. Der 21-Jährige sei dazwischengegangen. Kurz darauf sei ein Geländewagen vorgefahren, aus dem drei weitere Männer ausgestiegen seien.

Sie begannen, die Anwesenden zu attackieren. Außer dem 21-Jährigen sei allen die Flucht gelungen. Als dessen Freunde später zurückkehrt seien, hätten sie ihren Freund in einer Blutlache liegend gefunden, hieß es.

Mordermittlungen gegen vier Verdächtige

Der 21-Jährige wollte offenbar während der Auseinandersetzung einem Freund zu Hilfe kommen. Die Polizei nahm die vier Verdächtigen in einer Bar fest. Sie hätten "noch Blut an den Händen" gehabt, so die Zeitung.

Der Fußballklub AS Rom widmete dem jungen Mann einen Tweet. Er soll davon geträumt haben, einmal für die "Giallorossi" zu spielen.

Italienische Zeitungen druckten das Foto des Opfers auf ihren Titelseiten ab. Ein Blatt schrieb, der junge Mann sei "für seinen Großmut" getötet worden. Laut einem Bericht  im "Corriere de Viterbo" forderte Italiens früherer Innenminister Matteo Salvini im Falle einer Verurteilung strenge Strafen.

jak/afp
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