Italienisch-slowenisches Grenzgebiet Verunglückter Bergsteiger überlebt sieben Tage ohne Essen

Am Monte Matajur ist ein Kletterer auf einen unzugänglichen Felsvorsprung gestürzt und hat dort eine Woche ausgeharrt. Gegen die Kälte schützte er sich auf clevere Art und Weise.
Der Monte Matajur: Hier verunglückte Gianpaolo Baggio beim Aufstieg

Der Monte Matajur: Hier verunglückte Gianpaolo Baggio beim Aufstieg

Foto: imageBROKER/Stefan Auth / imago images/imagebroker

Nach siebentägiger Suche haben Bergretter im italienisch-slowenischen Grenzgebiet einen vermissten Kletterer auf einem Felsvorsprung gefunden.

Der 31-jährige Gianpaolo Baggio war beim Aufstieg zum Monte Matajur abgestürzt – und hatte auf dem Felsvorsprung eine Woche ohne Essen überlebt.

Baggio sei dehydriert, sonst aber abgesehen von kleinen Blessuren gesund, berichtet der Fernsehsender Rai. Der Kletterer war ausgerutscht und auf den Felsvorsprung gestürzt; dabei verlor er seinen Rucksack mitsamt seinem Mobiltelefon. Und weil der Vorsprung so steil war, konnte er weder auf- noch absteigen.

»Ich hatte das Glück, ein Rinnsal Wasser in der Nähe zu haben«, sagte Baggio in einem Telefonat mit der Rai. »Auch wenn das Wasser etwas schmutzig war, habe ich davon getrunken.« Vor der Kälte habe er sich geschützt, indem er sich mit trockenen Blättern bedeckte. Er sei seinen Rettern sehr dankbar.

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Dutzende Einsatzkräfte aus Italien und Slowenien hatten tagelang in dem unwegsamen Gelände nach dem Verschollenen gesucht. Sie waren schon kurz davor, die Suche aufzugeben.

Auf die Spur kamen sie Baggio, indem sie die Funkzellsignale seines Mobiltelefons auswerteten und mit der geplanten Aufstiegsroute abglichen, die Baggio in seinem Computer daheim gespeichert hatte. Schließlich wurde der 31-Jährige vom Team eines Rettungshubschraubers entdeckt und danach geborgen.

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