Stärke 5,3 Erdbeben erschüttert Mittelitalien

In Italien bebt erneut die Erde: Am Morgen soll es nahe der Stadt L'Aquila mehrere Erdstöße gegeben haben.
Schüler vor einem evakuierten Gebäude in Rom

Schüler vor einem evakuierten Gebäude in Rom

Foto: AP/ ANSA

Fünf Monate nach dem Beginn der schweren Erdbebenserie in Mittelitalien haben erneut mehrere Erdstöße die Region erschüttert. Der erste ereignete sich gegen 10.25 Uhr und soll laut italienischen Medienberichten eine Stärke von 5,3 gehabt haben. Auf ihn folgte ein weiteres, offenbar noch stärkeres Beben. Laut Geoforschungsinstitut GFZ in Potsdam hatte es eine Stärke von 5,5. Betroffen war die Regionen Lazio, die Marken und die Abruzzen.

Das Zentrum des Bebens soll zwischen Rieti und L'Aquila in einer Tiefe von zehn Kilometern liegen, berichtete die "Repubblica". L'Aquila wurde 2009 von einem heftigen Beben heimgesucht, das mehr als 300 Menschenleben forderte.

Sogar in der rund 100 Kilometer entfernten Hauptstadt Rom wackelten Häuser. Hier wurde die Metro evakuiert. In der Stadt Rieti wurden nach dem Beben gegen 10.30 Uhr Schulen evakuiert, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Auch die Gemeinde Amatrice war betroffen, wo erst im August vergangenen Jahres die Erde gebebt hatte und 299 Menschen starben. Hier soll es aktuell kleinere Schäden gegeben haben. Derzeit machen neben den Beben auch Schnee und Eiseskälte den Menschen in der betroffenen Gebieten zu schaffen. Seit etwa zehn Tagen schneit es heftig. Unter der Last des Schnees war am Dienstag in Amatrice ein Behelfskrankenhaus aus aufblasbaren Modulen eingestürzt.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Viele Orte in der Erdbebengegend im Apennin sind ohnehin schon zerstört. Zehntausende Menschen wurden im vergangenen Jahr obdachlos und wohnen seither in Übergangsunterkünften. Italien wird immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht. Der Adriatische Sporn - ein Anhängsel der afrikanischen Erdplatte - reibt sich hier an der eurasische Platte.

ala/dpa/AFP