Italien Ort am Mont Blanc wegen drohendem Gletschersturz evakuiert

Am höchsten Berg Europas könnten bald Teile eines Gletschers herabstürzen. Die Gefahr besteht wohl nur einige Tage lang - dennoch wurde ein kleines Dorf geräumt.
Schild an einer Straße vor dem Planpincieux-Gletscher: Zugang verboten

Schild an einer Straße vor dem Planpincieux-Gletscher: Zugang verboten

Foto: MARCO BERTORELLO/ AFP

Auf der italienischen Seite des Mont Blanc droht ein großer Teil eines Gletschers einzustürzen. Im Val Ferret am Ende des Aostatals wurden wegen des drohenden Abgangs knapp 70 Menschen in Sicherheit gebracht. Experten zufolge könnten rund 500.000 Kubikmeter Eis ins Tal stürzen. Das entspräche etwa dem Inhalt von 200 olympischen Schwimmbecken.

Die Gefahr werde aber wohl nur ein paar Tage bestehen, sagten Techniker der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge. Das Eis sei wegen der großen Temperaturunterschiede der vergangenen Tage in Bewegung gekommen.

Bewegungen von Gletschern sind eigentlich normal

Dass ein Gletscher in Bewegung ist, sei völlig normal, sagte ein zuständiger Geologe der Zeitung "La Stampa". Die Bewegungen hätten sich jedoch in einem Maße beschleunigt, dass Vorkehrungen getroffen werden müssten.

Der Planpincieux-Gletscher unterhalb des Mont Blanc bedrohte gut ein dutzend Einheimische und rund 50 Touristen. Diese wurden daher von Carabinieri und anderen Einsatzkräften in Sicherheit gebracht. Die Straße in das kleine Tal wurde vorübergehend gesperrt.

Bereits im September 2019 hatte der Gletscherabschnitt für Alarm gesorgt - damals drohten aber nur 250.000 Kubikmeter abzubrechen.

fek/dpa/AFP
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