Italiens Kellner Promis sind unerträglich

Herrische Topmanager, eingebildete TV-Entertainer: Die Reichen und Prominenten haben nach Einschätzung italienischer Kellner schlechtere Tischmanieren als Fabrikarbeiter.


Schlemmen in Italien: Die Promis sind nicht immer nett
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Schlemmen in Italien: Die Promis sind nicht immer nett

Rom - Den Finger in der Nase, die Ellbogen auf dem Tisch und dazu aufdringlich laut, so beurteilten 500 Kellner aus etwa 20 Ferienregionen Italiens die so genannte feine Gesellschaft. Die Umfrage im Auftrag der Fachzeitschrift "Ristorante" wurde am Dienstag veröffentlicht. Demnach gehören Römer und Mailänder eher zum Schlag der Nervensägen. Sehr kultiviert seien dagegen die Menschen aus Bologna, Perugia und Piemont.

Viele Adlige zeichneten sich durch Knauserigkeit aus, Topmanager seien oft "arrogant und herrisch". Am meisten fürchten die "camerieri" jedoch die "eingebildeten TV-Entertainer". Ein bekannter TV-Moderator habe zum Beispiel verlangt, den Fernseher laut zu stellen und so das ganze Lokal genervt. Allerdings gebe es Ausnahmen: So sei etwa Sarah "Fergie" Ferguson, Ex-Frau des britischen Prinzen Andrew, ein gern gesehener Gast; der italienische Ministerpräsident Giuliano Amato ein "wahrer Gentleman".



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