Itzehoe 36-Jähriger stirbt bei Explosion in Mehrfamilienhaus

Bei einer gewaltigen Explosion in Itzehoe ist ein Mehrfamilienhaus zusammengestürzt. Nach Polizeiangaben kam mindestens ein Mensch ums Leben, 15 wurden zum Teil schwer verletzt. Drei Personen vermuten die Rettungskräfte noch unter den Trümmern.
Itzehoe: 36-Jähriger stirbt bei Explosion in Mehrfamilienhaus

Itzehoe: 36-Jähriger stirbt bei Explosion in Mehrfamilienhaus

Foto: Axel Heimken/ dpa

Itzehoe - Im schleswig-holsteinischen Itzehoe hat es am Montagmorgen in einem Mehrfamilienhaus eine schwere Explosion gegeben. Ein Mann kam ums Leben, 15 Personen wurden verletzt. Zwei Menschen schwebten Stunden nach dem Unglück in Lebensgefahr, zwei hatten schwere Verletzungen. Bei dem Todesopfer handelt es sich laut Polizei um einen 36 Jahre alten Bewohner des zerstörten Wohnhauses.

Wie viele Personen sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Wohnhaus befanden, ist unklar. Insgesamt waren elf Bewohner in dem Haus gemeldet. "Mit Blick auf die Uhrzeit hoffen wir, dass viele vielleicht schon bei der Arbeit waren", sagte Hans-Herman Heise. Die Einsatzkräfte vermuten unter den Trümmern noch drei weitere Vermisste. Ein Spürhund habe angeschlagen, so ein Sprecher der Rettungskräfte. "Wir hoffen, dass es sich dabei um eine lebende Person handelt."

Das Gebäude am östlichen Stadtrand stürzte laut Polizeiangaben gegen neun Uhr komplett in sich zusammen. "Das ganze Haus ist flach. Es ist einfach weg", sagte Herman Schwichtenberg von der Polizei Itzehoe.

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Schwere Explosion: Unglück in Itzehoer Wohnhaus

Foto: Axel Heimken/ dpa

Die Ermittler gehen von einer gewaltigen Explosion aus. Auch die Häuser in der Nachbarschaft wurden von der Druckwelle erfasst, Fensterrahmen wurden rausgedrückt, Dachziegel fielen herunter. Auch Hunderte Meter weiter habe man die Erschütterungen noch stark gespürt. Laut Polizei gestaltet sich die Suche nach Verletzten in den Trümmern schwierig.

Laut Schwichtenberg könnte es zu dem Unglück durch Bauarbeiten vor dem Haus gekommen sein. An der Stelle der Erdarbeiten hätten sich Gasleitungen befunden. Bislang ist diese Theorie nicht bestätigt. Doch wurden die Straßen rund um den Unglücksort der Explosion vom Gasnetz genommen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

gam/dpa
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