Jackson und der Voodoozauber Rache an Spielberg?

Die Anschuldigungen wirken so abstrus, dass man sie nicht weiter beachten müsste - würden sie nicht von einem der bedeutendsten Hochglanzblätter der USA verbreitet: Laut "Vanity Fair" hat Michael Jackson an einem Voodooritual teilgenommen, um seinen Intimfeind Steven Spielberg zu töten.


Popsänger Jackson: Angeblich 150.000 Dollar an Priester überwiesen
DPA

Popsänger Jackson: Angeblich 150.000 Dollar an Priester überwiesen

Los Angeles - Die Schlagzeilen, die in den vergangenen Wochen auf Michael Jackson einprasselten, waren verheerend. Nun kommt es noch dicker: Jackson, so berichtet die seriöse "Vanity Fair", habe eine Voodoomesse abhalten lassen, um seinem Intimfeind Steven Spielberg zu schaden.

Die Zeremonie soll vor gut drei Jahren in der Schweiz stattgefunden haben, berichtete "Vanity Fair" am Montag vorab. Ein Voodoopriester habe dabei versprochen, 25 Menschen auf einer "Feindes-Liste" Jacksons sterben zu lassen. Neben Steven Spielberg soll auch der Name des Musik-Moguls David Geffen auf der Liste gestanden haben. Während der Zeremonie soll Jackson in Blut gebadet haben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Blatt. Der Sprecher des Superstars in London konnte für einen Kommentar zunächst nicht erreicht werden. Auch der Manager des Stars bezog zunächst keine Stellung.

Nach der Zeremonie habe Jacksons damaliger Geschäftsberater 150.000 Dollar an einen Voodoopriester im afrikanischen Mali überwiesen, heißt es in dem Bericht weiter.

Steven Spielberg: Angebliches Voodoo-Opfer
AP

Steven Spielberg: Angebliches Voodoo-Opfer

Durch den "Vanity Fair"-Bericht gerät der selbst ernannte "King of Pop" erneut in die Schlagzeilen: Erst kürzlich hatte eine britische TV-Dokumentation über Jackson zu Spekulationen geführt, der 44-Jährige könnte Minderjährige sexuell belästigt haben. Jacksons Anwälte hatten beim britischen Rundfunkrat Beschwerde gegen die Dokumentation eingelegt. Im November sorgte Jackson für Aufregung, als er seinen Sohn aus dem Fenster eines Berliner Hotels baumeln ließ. Zudem stand er im US-Bundesstaat Kalifornien wegen einer Millionen-Klage vor Gericht.

Jackson sei auf Grund seines ausschweifenden Lebensstils und seiner rückläufigen Platten-Verkäufe mit 240 Millionen Dollar verschuldet, heißt es in dem Bericht der "Vanity Fair". Des Weiteren trage der Sänger eine Nasenprothese, ohne die er nach Angaben eines in dem Artikel zitierten Mannes wie eine Mumie aussehe. Jackson unternehme auch Maßnahmen zur Aufhellung seiner Haut, da er kein Schwarzer sein wolle. Der Künstler selbst hatte zugeben, sich zwei Nasenoperation unterzogen zu haben. Angeblich sei eine Krankheit dafür verantwortlich, dass seine Haut immer heller werde.



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