Yosemite-Nationalpark Jäger verursachte mit Lagerfeuer Waldbrände in Kalifornien

Seit knapp drei Wochen lodert das Feuer nahe des Yosemite-Parks in Kalifornien. Nun ist endlich klar, wie es entstand: Nach Angaben der US-Forstbehörde führte ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer zum viertgrößten Feuer in der Geschichte Kaliforniens.

Die Feuerwehr kämpft gegen die Flammen an: 80 Prozent sind unter Kontrolle
AP/dpa

Die Feuerwehr kämpft gegen die Flammen an: 80 Prozent sind unter Kontrolle


San Francisco - Mehr als 900 Quadratkilometer Wald sind bereits verbrannt, 5000 Einsatzkräfte sind vor Ort. Wie der enorme Waldbrandentstand, ist seit dessen Beginn vor knapp drei Wochen unklar. Jetzt hat die US-Forstbehörde erstmals Informationen zur Ursache veröffentlicht.

Demnach soll ein Jäger ein Lagerfeuer gemacht haben, das außer Kontrolle geriet. Das illegal gelegte Feuer habe dann am 17. August den Waldbrand verursacht, der den Yosemite-Nationalpark und zeitweise sogar die Wasserversorgung San Franciscos bedrohte. In großen Teilen Kaliforniens sind wie auch an der betreffenden Stelle Lagerfeuer wegen der großen Waldbrandgefahr verboten.

Nach Behördenangaben ist bisher niemand festgenommen worden, auch die Identität des Mannes wurde nicht bekanntgegeben.

Andeutungen eines Feuerwehrmannes bei einer Stadtversammlung im Ort Twain Harte, das Feuer habe möglicherweise in einer illegalen Marihuanaplantage seinen Ursprung genommen, dementierten die Ermittler.

Das sogenannte "Rim"-Feuer war am 17. August nahe des Yosemite-Nationalparks ausgebrochen. Gegen den viertgrößten Waldbrand in der Geschichte des US-Bundesstaates kämpften zeitweise über 5000 Feuerwehrleute an. Der Brand zerstörte eine Fläche von über 960 Quadratkilometern. 80 Prozent des Feuers sind inzwischen unter Kontrolle. Mehr als hundert Häuser und Waldhütten fielen den Flammen zum Opfer. Die Kosten der Brandbekämpfung wurden mit 72 Millionen Dollar beziffert.

mia/dpa/AFP

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