Jagd auf Geierschildkröte Das "Ungeheuer von Dornach" in der Falle

Gute Chancen das Sommerloch zu füllen, hatte das "Ungeheuer von Dornach" ja. Doch damit ist es nun vorbei: Eine gefährliche Geierschildköte, die sich in einem bayerischen Teich tummelte, wurde am Montag geschnappt.

Aschheim - "Vorsicht Lebensgefahr" stand auf Schildern zu lesen, die Badende am Dornacher Weiher von einem Sprung ins kühle Wasser abhalten sollten. Vor rund einer Woche war nämlich ein Vieh gesichtet - und fotografiert - worden, das aus der Urzeit zu stammen schien. Zoologen, denen die Bilder vorgelegt worden waren, identifizierten das "Ungeheuer von Dornach" als eine so genannte Geierschildkröte, die bis zu 70 Kilogramm schwer werden kann - und in Gefahrensituationen mit den typischen scharfen, hakenschnabelähnlichen Kiefern sofort zuschnappt. Seither hielt das Tier die Freiwillige Feuerwehr, Polizeitaucher und den örtlichen Fischereiverein in Atem.

Am Montagmorgen nun hatte das Suchen ein Ende: Ein Angler entdeckte das rund 75 Zentimeter große Tier unter einem Weidengebüsch versteckt und fing es mit der Hand, teilte der Aschheimer Umweltbeauftragte Thomas Fröhlich mit. "Wir sind erleichtert, weil nun keine Gefahr mehr für Menschen besteht", sagte Fröhlich.

Vermutet wird, dass das Tier seit Jahren in dem Gewässer lebte. Offenbar hatte es der Besitzer ausgesetzt, als die kleine Schildkröte zum immer größeren Monster wurde. Geierschildkröten gehören zur Gattung der Schnappschildkröten und kommen in den USA im Mississippi und seinen Nebenflüssen vor.