Nach Raser-Fahrt Trainer verteidigt James Rodríguez

Er ist schnell - doch jetzt war er deutlich zu schnell: Mittelfeldstar James Rodríguez von Real Madrid raste einer Polizeikontrolle davon, ihm droht eine empfindliche Strafe. Trainer Rafa Benítez aber zeigt Verständnis.
James Rodríguez: "Er ist ein guter Junge"

James Rodríguez: "Er ist ein guter Junge"

Foto: Juanjo Martin/ dpa

Mittelfeldstar James Rodríguez vom spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid muss nach seiner Raser-Fahrt mit Tempo 200 zumindest vereinsintern keine massiven Konsequenzen fürchten.

Trainer Rafa Benítez nominierte den 24-jährigen Kolumbianer für das Meisterschaftsspiel am Sonntag beim FC Valencia. "James ist ein guter Junge. Er arbeitet gewissenhaft und hat uns eine glaubhafte Erklärung für den Vorfall gegeben", sagte der umstrittene Trainer der Königlichen.

Zum Inhalt der Erklärung des WM-Torschützenkönigs gab Real kein Statement ab. Laut der spanischen Zeitung "El Mundo" soll Rodríguez allerdings seine Flucht am Freitag bei der Fahrt zum Trainingsgelände mit der "Angst vor einer Entführung" begründet haben. In seiner Heimat Kolumbien sei es üblich, dass Entführer sich als Polizisten ausgeben.

Rodríguez drohen nun juristische Konsequenzen: Er könnte nicht nur seinen Führerschein für einige Zeit verlieren, sondern auch mit einer Haftstrafe von mehreren Monaten belegt werden.

Rodríguez, Torschützenkönig der WM 2014, war am Freitagabend auf der Madrider Stadtautobahn M-40 mehr als 200 Kilometer pro Stunde gefahren, doppelt so schnell wie erlaubt.

Ein Polizeiwagen nahm mit Blaulicht die Verfolgung auf. Die Beamten hätten, so heißt es in den Zeitungen, Rodríguez per Megafon zum Anhalten aufgefordert. Doch der Fußballprofi habe nicht gestoppt und sei mit hoher Geschwindigkeit weitergefahren.

Erst auf dem Trainingsgelände in Valdebebas nordöstlich der Hauptstadt hätten die Polizisten den Profi sprechen und die Personalien aufnehmen können.

pad/sid
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