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Wakasa-Bucht in Japan Behörden warnen Schwimmer vor Delfinangriffen

An einer japanischen Küste werden Badegäste immer wieder von Delfinen attackiert. Behörden warnen davor, sich den Tieren zu nähern. Möglicherweise versucht auch nur ein einzelner Tümmler, seinen Trieb zu befriedigen.
Delfin (Symbolbild)

Delfin (Symbolbild)

Foto: Design Pics Editorial / Universal Images Group / Getty Images

An einer Küste in Japan ist es in den vergangenen Wochen wohl vermehrt zu Angriffen von Delfinen auf Menschen gekommen, berichten mehrere lokale Medien und die »New York Times« .

Betroffen ist demnach die Wakasa-Bucht am Japanischen Meer. Das ist ein Küstenstreifen im Norden Japans, etwa 330 Kilometer westlich von der Hauptstadt Tokyo.

Mehr als ein Dutzend Angriffe in wenigen Wochen

Allein in den knapp drei Wochen zwischen dem 24. Juli und 12. August sind 17 Attacken bei der örtlichen Polizei gemeldet worden, schreibt die japanische Tageszeitung »The Mainichi« . Die Delfine seien sehr nah an den Strand gekommen, und die Attacken hätten nur wenige Meter vom Ufer entfernt stattgefunden.

Laut »New York Times« wurden seit 2022 insgesamt 47 Personen verletzt. Dabei gehe es vor allem um kleinere Bisse an den Händen, aber manche Menschen mussten auch mit gebrochenen Knochen oder Wunden im Krankenhaus behandelt werden.

Behörden warnen vor den Delfinen

Der stellvertretende Leiter einer örtlichen Polizeistation, Yuichi Nakabo, rät in der Zeitung »The Mainichi« dazu, sich den Tieren nicht zu nähern: »Wenn Sie Delfine sehen, kehren Sie so schnell wie möglich an das Ufer zurück, und halten Sie sich von ihnen fern.«

Die Tageszeitung »Chūnichi Shimbun«  zitiert Experten, die diese Situation als »beispiellos« beschreiben. Laut den Fachleuten handele es sich bei den Attacken wahrscheinlich nicht um mehrere, sondern um ein einzelnes Tier. Basierend auf der Form der Flossen gehe es um einen männlichen Indopazifischen Großen Tümmler.

Warum es zu den Angriffen auf Menschen kommt, ist nicht klar. In den vergangenen Jahren wurde laut »New York Times« beobachtet, dass dieser Delfin versuchte, »seine Genitalien gegen Menschen zu drücken«. Daher könnte es sich um Paarungsversuche handeln, bei denen das Tier die Menschen unabsichtlich verletzt.

»Wenn Delfine sich paaren, können sie sehr wild sein«, sagte die australische Meeresforscherin Putu Mustika der »New York Times«. Ein Sprung auf einen Menschen könne ein sexueller Akt sein. Es handle sich demnach um einen »geilen, einsamen Delfin«.

tin

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