Japan Krawattenverzicht für den Klimaschutz

Japans Ministerpräsident Koizumi hat Manager und Minister zu einer neuen Kleiderordnung aufgefordert: Sakko und Krawatte sollen im Schrank bleiben. Die Kampagne heißt "Cool Biz" und soll Strom bei den Klimaanlagen sparen, damit Japan die Vorgaben für das Kyoto-Protokoll schneller erreicht.

Tokio - Vor dem Parlament in Tokio warb der Regierungschef Junichiro Koizumi für einen luftigen Dress - der Umwelt zuliebe. Wenn die Minister selbst an heißen Tagen mit Anzug und Krawatte im Büro säßen, sei es für ihre Untergebenen schwierig, sich weniger korrekt anzuziehen, betonte der Regierungschef. "Bitte verstehen Sie das." Die Regierung in Tokio will mit der Kampagne "Cool Biz" erreichen, dass die Klimaanlagen in japanischen Büros in diesem Sommer nicht niedriger als 28 Grad eingestellt werden, um keine unnötige Energie zu verschwenden. In der japanischen Stadt Kyoto war 1997 das gleichnamige Protokoll verabschiedet worden, in dem sich die wichtigsten Industrieländer dazu verpflichten, bis zum Jahr 2012 ihren Ausstoß an Treibhausgasen um fünf Prozent -im Vergleich zum Stand von 1990 - zu verringern.

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