Merkwürdiger Auftritt: Jean-Claude Juncker wuschelt Amtskollegin durch die Haare

Dieser Beitrag wurde am 17.12.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Jean-Claude Juncker ist als Präsident der Europäischen Kommission der höchste Vertreter der EU. Bei öffentlichen Auftritten merkt man das allerdings nicht immer, sagen manche. Dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán verpasste er einmal vor laufenden Kameras eine Ohrfeige. 

Auf Twitter sorgt derzeit ein neues Video für Aufsehen. Darin zu sehen: 

Jean-Claude Juncker, wie er einer Frau durch die Haare wuschelt

Bei einem Treffen des Europäischen Rats in Brüssel will Juncker offenbar Pernilla Sjölin begrüßen, die Protokoll-Chefin der EU. Diese kommt auf ihn zu, als sie sich gegenüber stehen, fasst Juncker ihr mit beiden Händen in die Haare und wuschelt sie einmal kräftig durch. Anschließend gibt es ein Begrüßungsküsschen und Sjölin dreht sich mit leicht verdutztem Blick um.

Hier ist die Szene im Video:

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Auf Twitter sammeln sich viele verwunderte Kommentare – und viel Kritik am Verhalten von Juncker. "Er ist wie der betrunkene Onkel, der bei der Familienfeier auftaucht", schreibt einer. Ein anderer fragt, ob Juncker "generell ein bisschen drüber" sei.

Es ist jedenfalls nicht der erste seltsame Auftritt von Juncker.

Seit mehr als vier Jahren ist der ehemalige Premierminister Luxemburgs Präsident der Europäischen Kommission. Als solcher ist er ständig umgeben von wichtigen Politikerinnen und Politikern – und auch diese bekommen immer wieder seine "Späße" zu spüren. 

Bei einem Treffen in Lettland sagte Juncker beim Eintreffen von Ungarns rechtem Ministerpräsidenten Viktor Orbán: "Da kommt der Diktator". Als er ihm schließlich gegenüber stand hob er die Hand, sagte erneut "Diktator" und gab ihm eine leichte Ohrfeige. 

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Doch auch das Haarewuscheln ist nicht neu für Juncker: Verschiedene Bilder zeigen ihn mit der Hand in den Haaren verschiedener Politiker – darunter EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger und Brexit-Verhandler Guy Verhofstadt. 

Immer wieder gibt es Gerüchte über eine Alkoholproblem von Juncker. Im Sommer musste er beim Nato-Gipfel von Kollegen gestützt werden, Twitter-Nutzer spekulierten, er sei betrunken gewesen. Diese Vorwürfe wurden zurückgewiesen, aus seinem Umfeld hieß es damals, Juncker habe eine "Ischias-Attacke" erlitten. 

Nach einem Autounfall im Jahr 1989 war Juncker zwei Wochen im Koma gelegen. Seitdem habe er den beschädigten Ischiasnerv und ein Gleichgewichtsproblem im linken Bein. Bei einer Rede im irischen Parlament hatte Juncker zuvor gesagt, er habe Schwierigkeiten beim Gehen: "Ich bin nicht betrunken. Ich habe Ischias. Ich würde es vorziehen, betrunken zu sein." (Süddeutsche Zeitung Die Presse )

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