Rassismusvorwürfe gegen Western-Legende US-Demokraten wollen John-Wayne-Flughafen umbenennen

In einem Interview sagte John Wayne einst, dass weiße Menschen Schwarzen überlegen seien. Nun fordern Politiker, einen nach ihm benannten Airport umzutaufen.
Undatierte Aufnahme von John Wayne im Western "Der letzte Befehl"

Undatierte Aufnahme von John Wayne im Western "Der letzte Befehl"

Foto: Uncredited/ dpa

Im Zuge der Rassismusdebatte in den USA wollen die Demokraten im Orange County in Kalifornien einen nach Westernlegende John Wayne benannten Flughafen umbenennen. Grund seien Interviewäußerungen, in denen der 1979 verstorbene Hollywoodstar gesagt hatte, dass er an die Überlegenheit der Weißen ("white supremacy") glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften, wie der Sender CNN berichtete .

Nach einem Antrag der Demokraten, über den die Regierung des Verwaltungsbezirks nun entscheiden muss, soll der rund 65 Kilometer südöstlich von Los Angeles gelegene Flughafen einfach Orange County Airport heißen.

Oscarpreisträger John Wayne ("Der Marshall") verkörperte als Schauspieler traditionelle Wertvorstellungen der US-Pionierzeit und war für seine konservativen politischen Positionen bekannt. Der Flughafen erhielt seinen Namen nach Waynes Tod im Jahr 1979.

Wenige Jahre später wurde auch eine 2,70 Meter hohe Statue John Waynes errichtet. Dessen Sohn Ethan Wayne hatte CNN zufolge im vorigen Jahr gesagt, die Zitate seines Vaters würden aus dem Kontext gerissen.

lmd/dpa
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