Jumbojet aus Frankfurt Passagiere bei Notausstieg verletzt

Der Flug von Frankfurt am Main nach Sydney endete für die 347 Passagiere und die Besatzung eines Jumbojets dramatisch: Als der Pilot Feuer im Fahrwerk bemerkte, ordnete er die Evakuierung über Notrutschen an. Eine der Rettungsschienen sei dabei gebrochen, berichteten schockierte Fluggäste.


Sydney - Fünf Menschen seien bei der Evakuierung über die Notrutschen verletzt worden, teilte die Fluggesellschaft Qantas am Mittwoch mit. Sie hätten sich Beulen, Schnitt- und Schürfwunden zugezogen. Einer der Passagiere erlitt der Polizei zufolge auch eine Verletzung am Rücken. Die Verletzten wurden in Kliniken gebracht.

Einige Fluggäste sagten, es sei ihnen nicht erklärt worden, weshalb sie das Flugzeug auf diese Weise verlassen mussten. Panik sei ausgebrochen, als sie zur Notrutsche geschickt worden seien. "Leute heulten, als sie raus gingen", berichtete ein britischer Fluggast. "Es war wirklich traumatisch, jedenfalls zumindest für die älteren Leute, denke ich." Nach Angaben von Fluggästen brach eine der Notrutschen in sich zusammen, als die Passagiere sie benutzten.

Die Boeing 747 (Flugnummer QF6) mit 347 Passagieren an Bord war ursprünglich in Frankfurt gestartet und hatte auf dem Flug nach Sydney einen Zwischenstopp in Singapur eingelegt.

Der Polizei zufolge hatte sich bei der harten Landung das Bremssystem der Maschine überhitzt. Notdienste hätten das Feuer an dem Reifen gelöscht, sagte die Polizeisprecherin.



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