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GESCHLECHTER Junge oder Mädchen?

aus DER SPIEGEL 41/2003

Wie würden werdende Eltern sich entscheiden, wenn sie für eine Gebühr von 2000 Euro bei einer künstlichen Befruchtung das Geschlecht ihres Kindes aussuchen könnten? Würde auf lange Sicht das bislang ausgewogene Verhältnis von Jungen- und Mädchengeburten ins Ungleichgewicht geraten? Immerhin ist diese Befürchtung einer der Gründe dafür, dass die - medizinisch mögliche - Geschlechtswahl per Gesetz verboten ist. Eine Umfrage der Uni Gießen unter rund tausend Deutschen sowie tausend Briten zeigt nun, dass die Sorge nicht berechtigt ist. Nur 6 Prozent der deutschen Eltern würden überhaupt das Geschlecht vorherbestimmen wollen, bei den Briten sind es 21 Prozent. Aber auch dort würde es nach der Wahl gerecht zugehen: Fast alle Befragten wollen gleichermaßen gern Jungs wie Mädchen haben. Demnächst soll die Studie auch in Ländern durchgeführt werden, denen man eine stärkere Bevorzugung von Jungen unterstellt - zum Beispiel Spanien, Italien und Indien.

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