Stuttgart 13-Jähriger blendet Hubschrauberpiloten mit Laserpointer

Bei einem Sucheinsatz traf ein Laserstrahl die Piloten eines Polizeihubschraubers. Sie konnten den Verursacher der gefährlichen Attacke orten: Es war ein Teenager.
Polizeihubschrauber (Symbolbild)

Polizeihubschrauber (Symbolbild)

Foto: Martin Schutt/ dpa

Ein 13-jähriger Junge hat mit seinem Laserpointer die Piloten eines Polizeihubschraubers gefährdet. Er blendete sie mit dem grünen Lichtstrahl, als der Helikopter am Samstag bei einem nächtlichen Sucheinsatz über der Gemeinde Weissach im Tal bei Stuttgart kreiste.

Wie die Polizei mitteilte, kam die Hubschrauberbesatzung zwar nicht zu Schaden, musste sich aber spezielle Brillen aufsetzen, um sicher weiterfliegen zu können. Mit moderner Suchtechnik orteten die Piloten aber die Quelle des Laserstrahls - ein Mehrfamilienhaus. Dort fuhr sofort ein Streifenwagen hin.

Die Beamten fanden den Täter und seinen Laserpointer. Das Gerät stellte die Polizei sicher. Der Junge gab die Tat zu, er ist allerdings wegen seines Alters strafunmündig.

Piloten haben häufig mit derartigen Gefährdungen zu tun: Fast täglich kommt es zu Vorfällen, bei denen sie mit Laserpointern geblendet würden. Laut Strafgesetzbuch handelt es sich bei solchen Attacken um "gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr", die laut Paragraf 315 mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden können.

Im Mai wurde in Brandenburg ein 49-jähriger Mann zu acht Monaten Haft verurteilt. Er hatte den Piloten eines Polizeihubschraubers mehrmals mit einem Laserpointer geblendet. Dieser sollte klären, woher die Laserstrahlen kamen, die zuvor mehrere Verkehrsflugzeuge am Flughafen Schönefeld getroffen hatten.

Im Juli 2016 wurde ein Fall in Wolfsburg bekannt, bei dem eine A321 von Condor zur Landung in Richtung Hannover unterwegs war. Der Täter habe mit der Laserpointer-Blendung das Leben von 159 Menschen "leichtfertig riskiert", teilte die Polizei mit.

abl/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.