Juristischer Erfolg für Sprayer Zerstörung von "5Pointz"-Graffiti war illegal

"5Pointz" war ein legendäres Graffiti-Zentrum in New York - bis der Eigentümer die Wände des Lagerhauskomplexes mit weißer Farbe überpinseln ließ. Nun dürfen 21 Künstler auf eine Entschädigung hoffen.

AP

Graffiti-Künstler haben in New York einen wichtigen juristischen Erfolg im Streit mit einem Immobilienunternehmer erzielt. Eine Jury gelangte zu dem Schluss, dass der Investor mit der Zerstörung von Graffiti-Kunst gegen das Gesetz verstoßen habe. Sie empfahl, die 21 Künstler zu entschädigen. Die endgültige Entscheidung liegt nun aber bei einem Richter.

In dem Fall geht es um die berühmten Graffiti von "5Pointz" in einer Industrieanlage im New Yorker Stadtteil Queens. Mehr als 20 Jahre lang hatte Immobilieninvestor Jerry Wolkoff Graffiti-Künstlern erlaubt, sich dort an einem früheren Lagerhauskomplex zu betätigen. "5Pointz" wurde zu einem Mekka für Sprayer aus der ganzen Welt und zu einer Touristenattraktion.

Im November 2013 ließ Wolkoff jedoch die Außenwände des Gebäudes ohne Vorwarnung mit weißer Farbe übermalen. "Ich wollte es einfach hinter mich bringen, damit sie nicht sehen müssen, wie ihre Kunst Stück für Stück heruntergerissen wird", teilte er damals mit.

Fotostrecke

8  Bilder
New York: Legendäres Graffiti-Zentrum "5Pointz"

Die Aktion provozierte heftige Kritik, 2014 ließ Wolkoff den Gebäudekomplex abreißen, um Platz für eine luxuriöse Wohnanlage zu schaffen. Die Künstler verklagten ihn auf Schadensersatz. Sie führten ins Feld, der Unternehmer habe ihnen keine Zeit gegeben, um ihre Werke zu retten.

Die Jury entschied nun, dass mehr als die Hälfte der 49 zerstörten Werke einen anerkannten Rang als Kunst gehabt hätten.

wit/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.