Verdacht auf illegales Rennen Polizei stellt mehr als Hundert Sportwagen auf Autobahn sicher

Mit überhöhten Geschwindigkeiten sollen mehr als Hundert Sportwagen auf der A20 unterwegs gewesen sein. Sie waren laut Polizei an einem möglicherweise illegalen Autorennen beteiligt.

Wegen des Verdachts auf ein illegales Autorennen auf der A20 kontrolliert die Polizei zahlreiche Fahrer.
Bernd Wüstneck/DPA

Wegen des Verdachts auf ein illegales Autorennen auf der A20 kontrolliert die Polizei zahlreiche Fahrer.


Mehr als hundert Fahrer von Sportwagen haben sich auf der A20 in Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise ein illegales Autorennen geliefert. Das teilte die Polizei mit. Sie sollen demnach gemeinsam mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein.

Wie eine Polizeisprecherin berichtete, wurden bei der Raststätte Fuchsberg östlich von Wismar 107 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. Meldungen über Unfälle lagen zunächst nicht vor.

Die Polizei ging davon aus, dass zuvor noch mehr Autos unterwegs waren. Die A20 in Mecklenburg-Vorpommern ist zu großen Teilen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung befahrbar. Die Polizei sei von besorgten anderen Autofahrern verständigt worden, sagte die Sprecherin.

"Eurorally" wohl illegales Autorennen

Ein dpa-Reporter berichtete von der Raststätte Fuchsberg, dass die meisten der teuren Luxusautos norwegische Kennzeichen hatten. Sie trugen zudem die Aufschrift "Eurorally". Im Internet wird beschrieben, dass die Strecke von Oslo über Kiel und Stettin nach Prag führen sollte. Falls diese Angaben zutreffen, sollte die Fahrt am Donnerstag um 9.15 Uhr in Kiel beginnen und nach 4,5 Stunden im mehr als 400 Kilometer entfernten polnischen Stettin enden.

Die Autofahrer an der Raststätte hätten sich zumeist entspannt, freundlich und zurückhaltend gezeigt, berichtete der Reporter. Auf der Website wird die "Eurorally" als ein Ereignis für Auto-Enthusiasten bezeichnet. Die Teilnehmer zahlen für den Trip bis zu 799 Euro.

Bei der "Eurorally" handelte es sich laut Polizei möglicherweise um ein illegales Autorennen. Dementsprechend werde wegen des Vorwurfs eines verbotenen Autorennens und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Es gelte nun zunächst sicherzustellen, dass kein weiteres Rennen mehr gefahren wird, sagte die Sprecherin. Es werde geprüft, ob die Autos sichergestellt werden können. "Die Weiterfahrt wird definitiv unterbunden." Entlang der Autobahn waren mobile und stationäre Kontrollstellen eingerichtet worden, zwei Hubschrauber unterstützten die Aktion. Es war auch die Bundespolizei im Einsatz.

bbr/kry/dpa/AFP



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