Nordrhein-Westfalen Mann 500 Meter hinter Auto hergeschleift - zwei Verdächtige gefasst

Grausames Verbrechen an einer Talsperre in der Eifel: Zwei Männer sollen ihr Opfer mit einem Tau an die Anhängerkupplung ihres Kleintransporters gebunden haben. Dann gaben sie laut Ermittlern Vollgas.


Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen: Zwei 35 und 36 Jahre alte Männer sollen in Nordrhein-Westfalen einen etwa gleichaltrigen Mann an die Anhängerkupplung ihres Kleintransporters gebunden und ihn mit Vollgas 500 Meter weit geschleift haben.

Laut Staatsanwaltschaft Aachen nahmen die Täter dem Opfer anschließend persönliche Gegenstände, Handy und Bargeld ab. Dann hätten sie ihn an der Urfttalsperre in der Nähe von Euskirchen liegen gelassen.

Die beiden Tatverdächtigen sitzen unter anderem wegen versuchten Totschlags und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft, wie Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts mitteilte. Das Opfer wurde demnach nur zufällig gefunden und dadurch gerettet. Ansonsten wäre der Mann wahrscheinlich gestorben.

"Sie zogen ihn da raus und traktierten ihn mit stumpfer Gewalt"

Die Verdächtigen verschleppten das Opfer nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einer Nacht am ersten Aprilwochenende von dessen Zuhause aus auf der Ladefläche eines Kleintransporters. Sie brachten ihn zur Urfttalsperre.

"Sie zogen ihn da raus und traktierten ihn mit stumpfer Gewalt", sagte Schlenkermann-Pitts. Danach hätten sie ihrem Opfer ein dickeres Seil um den Oberkörper gebunden und das andere Ende an der Anhängerkupplung befestigt. Dann sollen sie Vollgas gegeben und den Mann 500 Meter weit mitgeschleift haben.

Zum Hintergrund der Tat und zur möglichen Beziehung zwischen den mutmaßlichen Tätern und dem Opfer könne noch nichts gesagt werden, hieß es. Die Staatsanwaltschaft machte bislang keine Angaben dazu, ob die drei aus der Eifel stammen.

wit/dpa



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