„Sieg Heil“-Rufe über Polizeifunk Polizei Aachen ermittelt gegen zwei vor Synagoge postierte Beamte

Aus einem Einsatzwagen, der vor einer Synagoge in Aachen postiert war, sind offenbar rechtsextreme Ausrufe über Funk verbreitet worden. Zwei Beamte wurden vorübergehend vom Dienst suspendiert.

Die Polizei Aachen hat gegen zwei Beamte ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die beiden Männer hätten in einem Einsatzwagen gesessen, aus dem rechtsextreme Ausrufe über den Polizeifunk verbreitet wurden, teilte die Behörde mit .

Den Angaben nach soll am Donnerstag unter anderem "Sieg Heil" über Funk zu hören gewesen sein. Die Übertragung sei zu einem Funkgerät aus dem Einsatzwagen zurückverfolgt worden, der vor einer Synagoge postiert gewesen sei.

Die Audioinhalte stammten der Polizei zufolge aus der Fernsehserie "Hunters", die über einen Streamingdienst abrufbar sind. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei ein technischer Fehler der Grund für die Übertragung gewesen.

Gegen beide Beamten seien umgehend Ermittlungen eingeleitet worden. Bei der Untersuchung des Handys eines Beamten seien zudem Bilddateien gefunden worden, deren strafrechtliche Relevanz derzeit von der Staatsanwaltschaft überprüft werde.

Beide Polizisten wurden demnach vom Dienst suspendiert. Die weiteren Ermittlungen würden aus Gründen der Neutralität vom Polizeipräsidium Mönchengladbach geführt.

Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach teilte mit, dass von den Beamten ein klares Bekenntnis und aktives Eintreten für die Grundwerte der Verfassung erwartet werde. "Damit unvereinbar ist selbstverständlich die Verwirklichung von Straftatbeständen, aber auch jeder unangemessene Umgang mit gewaltverherrlichenden, fremdenfeindlichen, rassistischen, antisemitischen und rechtsextremistischen Inhalten", so Weinspach.

cop
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