Prozess in Aachen Staatsanwaltschaft fordert mehr als fünf Jahre Haft für "Brummi-Andi"

Ihm werden 26 Vergehen vorgeworfen: "Brummi Andi", ein Serienstraftäter, steht in Aachen erneut vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hat nun eine Gefängnisstrafe gefordert.

Justizzentrum mit Landgericht in Aachen (Archiv)
DPA

Justizzentrum mit Landgericht in Aachen (Archiv)


Ein als "Brummi-Andi" bundesweit bekannt gewordener Serienstraftäter soll nach dem Willen der Anklage wieder für mehrere Jahre ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft forderte vor dem Landgericht Aachen fünf Jahre und drei Monate Haft. Dem Mann werden 26 Straftaten vorgeworfen - unter anderem Körperverletzung, Drogenhandel, Geldfälschung, versuchte schwere Brandstiftung und Bedrohung.

Die rechtliche Voraussetzung für eine Sicherungsverwahrung würden noch nicht vorliegen, sagte Staatsanwältin Tanja Gülicher-Schmitt in ihrem Plädoyer. Aber: "Der Angeklagte geht Schritt für Schritt in diese Richtung." Es sei nur eine Frage der Zeit, wann es dazu komme. Sie forderte zudem eine lebenslange Führerscheinsperre. Die Verteidigung schlug kein Strafmaß vor.

Der Mann hatte schon als Jugendlicher Spritztouren mit dem Lastwagen seines Vaters unternommen und dabei als 14-Jähriger einen Polizisten überfahren und tödlich verletzt. Danach wurde er wegen unterschiedlicher Straftaten immer wieder verurteilt - unter anderem wegen Vergewaltigung eines Mitgefangenen.

Ein Großteil der jetzt in Aachen angeklagten Taten steht im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Zwangsprostitution zweier junger Frauen. Unter anderem soll der 33-Jährige die Frauen misshandelt und beleidigt haben. Laut Anklage bedrohte er zudem ihre Angehörigen und versuchte, ein Haus anzuzünden, in dem der Bruder einer der Frauen wohnte.

jpz/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.