Neue Besitzerin reicht Klage ein Mops-Dame "Edda" beschäftigt nun auch die Justiz

Der Streit um die gepfändete Hündin "Edda" wird vor Gericht fortgeführt. Die neue Besitzerin verlangt von der Stadt Ahlen die Übernahme der Arztkosten für die Behandlung des Tieres.

Mops-Dame "Edda"
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Mops-Dame "Edda"


Die Posse um eine gepfändete und bei Ebay verkaufte Mops-Dame ist noch nicht vorbei. Jetzt beschäftigt der Fall die Justiz auch offiziell: Wie der Amtsgerichtsdirektor mitteilte, ist eine Klage gegen die westfälische Stadt Ahlen eingegangen.

Klägerin ist die neue Besitzerin der Hündin, Michaela Jordan. Die Polizistin klagt nach eigenen Angaben, weil sie den Kaufpreis und die Tierarztkosten erstattet bekommen möchte. Bevor es möglicherweise zu einer Verhandlung kommt, können beide Seiten noch Stellung zu der Sache nehmen.

Anders als zunächst angekündigt, will Jordan offenbar von einer Strafanzeige wegen Betrugs absehen. Sollten sich im Prozess am Amtsgericht allerdings Hinweise auf ein Fehlverhalten seitens der Stadt ergeben, soll die Akte nach Abschluss des Verfahren direkt weiter an die Strafermittler gesandt werden, sagte Jordans Anwalt.

Der Streit um die Mops-Dame aus Ahlen hatte zuletzt auch international Aufsehen erregt - auch die "New York Times" berichtete. Die Hündin war aus einer Familie in Ahlen gepfändet worden, weil diese hohe Schulden bei der Kommune hatte.

Der Erlös des Ebay-Verkaufs war in die Stadtkasse geflossen. Jordan hatte das als gesund angepriesene Tier für 690 Euro gekauft, dann aber unter anderem eine schwere Augenkrankheit festgestellt. Die Kosten dieser Behandlung will sie jetzt vor Gericht erstreiten.

Ahlens Verwaltung kündigte an, den Vorfall weiter aufklären zu wollen. So sei die Verwendung eines privaten Ebay-Kontos für den Hundeverkauf nicht korrekt gewesen.

In einer Mitteilung bekräftigte die Stadt außerdem ihr Angebot, die Pfändung und den Verkauf rückabzuwickeln, wenn die Vorbesitzer und die neue Hundehalterin dies wünschten. Das ist aber offenbar nicht der Fall: "Das wollen weder meine Mandantin noch die Vorbesitzer", sagte Jordans Anwalt. Seiner Mandantin gehe es darum, ihren Schaden ersetzt zu bekommen. "Es ist unvertretbar, wie die Stadt hier mit Menschen und Tieren umgegangen ist", sagte er.

fek/dpa



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