Bombenattrappe in Air-France-Flieger Ermittler nehmen Passagier in Gewahrsam

Eine Air-France-Maschine musste wegen eines Bombenalarms außerplanmäßig landen. Das verdächtige Paket entpuppte sich als Attrappe. Nun ist ein Passagier des Fluges in Polizeigewahrsam genommen worden.

Boeing 777 in Kenia: Außerplanmäßige Landung nach Bombenalarm
DPA

Boeing 777 in Kenia: Außerplanmäßige Landung nach Bombenalarm


Nach dem Bombenalarm in einer Air-France-Maschine hat die Polizei einen Passagier des Fluges in Frankreich in Gewahrsam genommen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft von Bobigny bei Paris mit. Der Mann sei am Morgen bei seiner Ankunft am Flughafen Charles de Gaulle von der Grenzpolizei vorläufig festgenommen worden.

Die Sender BFMTV und France Info berichteten, es handele sich um einen früheren Polizisten. Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft bislang nicht, sie bestätigte aber die Eröffnung einer Untersuchung wegen Eingriffs in den Luftverkehr und Lebensgefährdung.

Flug AF 463 war in der Nacht zu Sonntag auf dem Weg von Mauritius nach Paris außerplanmäßig in Kenia gelandet, nachdem ein Passagier einen verdächtigen Gegenstand in einer Flugzeugtoilette gefunden hatte. Das Objekt aus Karton und einer Art Küchenwecker stellte sich später nach Angaben der Fluggesellschaft als ungefährlich heraus. Die 459 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder verließen die Boeing 777 über Notrutschen.

"Das Objekt war nicht imstande, eine Explosion auszulösen", sagte Air-France-Chef Frédéric Gagey. Die Fluggesellschaft erstatte Anzeige gegen unbekannt.

wit/AFP/dpa



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