Entwarnung in Mombasa Paket in Air-France-Flieger war Bombenattrappe

Eine Maschine der Fluggesellschaft Air France mit Ziel Paris musste wegen eines Bombenalarms in Kenia landen. Jetzt gab die Polizei Entwarnung: In dem verdächtigen Paket war kein Sprengstoff.


Bei dem verdächtigen Paket, das auf einer Toilette eines Air-France-Flugzeugs gefunden worden ist, handelt es sich nicht um eine Bombe. Das sagte Frédéric Gagey, der Chef der französischen Fluggesellschaft, in Paris. Der verdächtige Gegenstand habe aus Karton, Papier und einer Zeitschaltuhr bestanden, die an einen Küchenwecker erinnere. Sprengstoff sei nicht gefunden worden.

Das Flugzeug war nach dem Fund des Päckchens auf dem Moi International Airport in Kenias zweitgrößter Stadt Mombasa gelandet. Eigentliches Ziel der Reise war Paris.

In der Maschine saßen 459 Gäste und 15 Crewmitglieder. Sie waren auf Mauritius gestartet. Unterwegs habe ein Passagier das Paket auf der Bordtoilette gefunden und die Crew alarmiert, die daraufhin den Zwischenstopp in Kenia einleitete, berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf einen Mitarbeiter der kenianischen Polizei. Die Uhr, die auf das Päckchen montiert war, werde derzeit noch analysiert. Sechs Passagiere, darunter der Finder des Pakets, wurden von der kenianischen Polizei befragt.

Die gestrandeten Fluggäste sollen in den nächsten Stunden die Reise nach Paris fortsetzen. Sie waren nach der Landung über Notrutschen aus der Maschine gebracht worden. "Das Flugzeug ging langsam, langsam, langsam nach unten. Da bemerkten wir, dass etwas nicht stimmte. Aber die Crew war großartig. So blieben wir alle ruhig", berichtete ein Fluggast.

Frankreich ist seit langem im Visier islamistischer Terroristen. Erst Mitte November waren zwei Air-France-Maschinen nach Bombendrohungen außerplanmäßig gelandet.

vet/AP/Reuters/dpa



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