Alki David Sexuelle Übergriffe - Milliardär soll 58 Millionen Dollar zahlen

Mehrere Frauen werfen Alki David sexualisierte Gewalt vor. Der Unternehmer bestreitet die Vorwürfe, verschiedene Jurys glaubten jedoch den Frauen - und legten hohe Strafzahlungen fest.

Unternehmer Alki David (Archivbild von 2014): Hohe Strafzahlung
Mark Lennihan/ AP

Unternehmer Alki David (Archivbild von 2014): Hohe Strafzahlung


Der Unternehmer Alki David muss einer Gerichtsentscheidung zufolge wegen verschiedener Sexualdelikte einer Frau mehr als 58 Millionen Dollar zahlen. Das entschied eine Jury in Los Angeles, die den griechischen Milliardär wegen sexueller Belästigung, sexuellen Übergriffs und Körperverletzung schuldig sprach.

Das Opfer war demnach eine Angestellte Davids, der Eigentümer mehrerer Medienunternehmen ist. Die Summe, die er nun zahlen soll, setzt sich der Klageanwältin zufolge aus zwei Teilen zusammen: Neben einer Entschädigung über 50 Millionen Dollar müsse David weitere 8,25 Millionen Dollar als Kompensation an Mahim K. zahlen.

K. hatte David vorgeworfen, sich 2014 vor ihr entblößt zu haben. Er habe sie zum Oralsex drängen wollen und dazu sein Geschlecht in ihr Gesicht gehalten. "Ich hoffe, dass die Botschaft dieses Urteils bei Alki David ankommt, sodass er niemals wieder auch nur daran denkt, Frauen gegenüber Gewalt anzuwenden", teilte die Klägerin in einer Stellungnahme mit.

Mehrere Urteile binnen weniger Monate

Bei der Strafzahlung handelt es sich der "Los Angeles Times" zufolge um einen der höchsten Beträge, die jemals in vergleichbaren Fällen festgelegt wurden. David kündigte an, gegen den Schuldspruch vorzugehen. In einer Stellungnahme vom Montag wies er die Vorwürfe der Klägerin zurück und warf der Jury vor, Entlastungszeugen nicht angehört zu haben.

Der "Los Angeles Times" zufolge war es bereits das dritte Urteil gegen David allein in diesem Jahr. Im April seien einer anderen Frau 11,1 Millionen Euro zugesprochen worden, die David gefeuert haben soll, weil sie Sex mit ihm ablehnte. Die Summe wurde später auf acht Millionen Dollar reduziert.

In einem weiteren Fall muss David laut einer Jury-Entscheidung von vor wenigen Wochen mehr als fünf Millionen Dollar an eine ehemalige Mitarbeiterin zahlen. Er soll sie 2016 unter anderen gewürgt und von einem "Vergewaltigungsraum" gesprochen haben. In zwei weiteren Fällen gibt es noch keine Gerichtsentscheidungen.

David bestreitet die Vorwürfe, zuletzt teilte er mit: "Ich habe niemals eine dieser Frauen berührt."

mxw/AP

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