Mord-Prozess Italiens oberster Gerichtshof spricht Amanda Knox frei

Dieses Urteil ist endgültig: Das oberste italienische Gericht hat Amanda Knox und ihren früheren Freund Raffaele Sollecito vom Mord an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher freigesprochen.

Amanda Knox (Archiv): Neue Entscheidung des obersten italienischen Gerichts
REUTERS

Amanda Knox (Archiv): Neue Entscheidung des obersten italienischen Gerichts


Die Amerikanerin Amanda Knox und ihr italienischer Ex-Freund Raffaele Sollecito sind in Rom vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Das oberste Gericht in Italien kippte am Freitag die Verurteilung der beiden aus vorheriger Instanz.

Mit dem Urteil kommt der Justizkrimi zu einem Ende - siebeneinhalb Jahre, nachdem die damals 21 Jahre alte Britin Meredith Kercher in der italienischen Stadt Perugia vergewaltigt und ermordet aufgefunden worden war.

Knox und Sollecito waren 2010 in einem Indizienprozess von einem Gericht in Florenz zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Sie gingen in Berufung und wurden im Oktober 2011 freigesprochen. Diesen Freispruch kippte das Kassationsgericht im März 2013 wegen Rechtsfehlern und ordnete einen neuen Prozess an, der im Januar 2014 mit der erneuten Verurteilung wegen Mordes endete. Zu dem Zeitpunkt war Knox aber lange außer Landes. (Lesen Sie hier eine Chronologie der Ereignisse.)

Knox lebt seit ihrer Rückkehr in die USA in Seattle, sie hat ein Buch über ihre Zeit in Italien geschrieben und arbeitet freiberuflich als Journalistin für das lokale Wochenblatt "West Seattle Herald". Die 27-Jährige sagte mehrfach, sie werde nicht freiwillig nach Italien zurückkehren. Knox und Sollecito hatten stets ihre Unschuld beteuert.

wit/hut/dpa/AFP/Reuters

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