Amok-Drohung Entwarnung in Kaarst - Schule bleibt geschlossen

Vorsichtige Entwarnung im nordrhein-westfälischen Kaarst: Die Polizei hat die Durchsuchung des dortigen Gymnasiums abgeschlossen, konkrete Hinweise auf einen bevorstehenden Amoklauf fand sie nicht. In Göttingen wurde nach einer Bombendrohung eine Berufsschule vorübergehend geräumt.


Neuss - Die Berufsbildende Schule in Göttingen sei umgehend geräumt worden, Gefahr für die Berufsschüler habe jedoch nicht bestanden, sagte eine Polizeisprecherin heute. Ein Mann habe am Morgen im Sekretariat der Schule angerufen und eine Explosion für kurz nach 9 Uhr angekündigt.

Die Schulleitung habe daraufhin einen Feueralarm ausgelöst und das Gebäude geräumt. Vorsichtshalber hätten Beamte das Gebäude der Berufsbildenden Schule II durchsucht, jedoch keinen Sprengkörper gefunden. Daraufhin sei der Unterricht fortgesetzt worden.

In Kaarst ist die Untersuchung des Gebäudes ebenfalls abgeschlossen. "Es gibt keine Hinweise oder irgendwelche Auffälligkeiten", sagte der Sprecher der Neusser Polizei, Hans-Willi Arnold. In dem Gebäude sei alles "total normal". Der Unterricht könne seiner Einschätzung nach morgen wieder aufgenommen worden.

Die Schließung der Schule war heute Morgen aufgrund von Hinweisen der finnischen Polizei erfolgt. Dort waren Ermittler in einem geschlossenen Internet-Chatbereich auf ein Gespräch gestoßen, in dem ein möglicher Amoklauf in der deutschen Schule in Kaarst-Vorst nicht ausgeschlossen wurde.

Offenbar haben sich zwei Personen darüber unterhalten, dass sie wiederum über einen Dritten von einer bevorstehenden Gewalttat an der Schule gehört haben wollen. Konkrete Hinweise auf eine Gewalttat habe es nicht gegeben, sagte der Polizeisprecher.

Trotzdem reagierte die Polizei sofort: Einsatzkräfte riegelten die Schule in Kaarst ab. Der Unterricht wurde nach Rücksprache mit der Schulleitung aus Sicherheitsgründen abgesetzt.

Für eine Bewertung, wie die von den finnischen Ermittlern abgefangene Warnung einzuschätzen ist, sei es noch zu früh, sagte der Sprecher weiter. Derzeit laufe noch der Kontakt zur finnischen Polizei.

pad/ffr/AFP/Reuters



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