Amoklauf in München Waffenverkäufer muss vor Gericht

Philipp K. soll dem Münchner Amokschützen David S. Waffe und Munition verkauft haben. Dafür muss er sich ab Ende August vor Gericht verantworten. Ihm wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Olympia-Einkaufszentrum in München

Olympia-Einkaufszentrum in München

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa

Etwa ein Jahr nach dem Amoklauf von München muss sich der mutmaßliche Verkäufer der genutzten Waffe vor dem Landgericht München verantworten. Die Anklage gegen Philipp K. sei zur Hauptverhandlung zugelassen worden, teilte das Gericht mit. Der Prozess beginnt am 28. August.

Die Staatsanwaltschaft hatte im März Anklage gegen den Mann erhoben. Ihm werden fahrlässige Tötung in neun Fällen, fahrlässige Körperverletzung in fünf Fällen sowie Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Der mutmaßliche Waffenhändler war am 16. August im hessischen Marburg festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er soll mit diversen Waffen gehandelt haben, darunter auch halbautomatische Schusswaffen, die als Kriegswaffen gelten.

David S. hatte sich die Waffe und Munition mutmaßlich über das Darknet besorgt, einen anonymen Teil des Internets. Damit tötete er am 22. Juli 2016 am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen, weitere wurden durch Kugeln verletzt. 32 Menschen verletzten sich auf der Flucht. Nach der Tat erschoss sich der 18-Jährige.

ehh/dpa
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