Am Flughafen Amsterdam festgenommen Schmuggler wollten 300.000 Baby-Aale aus Europa ausführen

Am Airport Schiphol hatten Passagiere aus Malaysia acht Koffer mit kostbarer Lebendfracht dabei – hunderttausende kleine Aale. Die europäische Aalpopulation ist stark bedroht und in Asien sind die Fische besonders begehrt.
Europäische Aale (Anguilla anguilla) sind vom Aussterben bedroht (Symbolbild)

Europäische Aale (Anguilla anguilla) sind vom Aussterben bedroht (Symbolbild)

Foto: Mathieu Foulquié / imagebroker / imago images

Die niederländische Grenzpolizei hat drei Schmuggler festgesetzt, die hunderttausende Baby-Aale illegal über den Amsterdamer Flughafen Schiphol schleusen wollten. Die zwei Männer und eine Frau aus Malaysia wurden am Montag mit den Baby-Aalen im Gepäck festgenommen, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Den Grenzbeamten waren die Schmuggler aufgefallen, weil diese versuchten, acht Koffer durch die Sicherheitskontrolle zu bringen.

Sie wollten über Portugal nach Malaysia fliegen. »In den Koffern befanden sich Säcke mit Wasser und Baby-Aalen«, teilte die niederländische Lebensmittel- und Warenaufsichtsbehörde NVWA mit. Die NVWA-Inspektoren entdeckten den Angaben zufolge 105 Kilogramm Glasaale . Dies seien etwa 300.000 Aale. Die Tiere sollen nun in niederländische Gewässer entlassen werden.

In den vergangenen vier Jahrzehnten ist die Aalpopulation in Europa stark geschrumpft – in einigen Gebieten um bis zu 99 Prozent. Junge durchsichtige Aale, sogenannte Glasaale, sind in Asien besonders begehrt, wo sie in Farmen gemästet werden. Mitte der 2000er-Jahre überstieg ihr Preis sogar den von Kaviar.

jso/AFP
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