Angriff auf Polizisten Krieger durchs Internet

Die drei Jugendlichen, die vor zwei Wochen in Köln eine Polizistin und ihren Kollegen in einen Hinterhalt gelockt haben, sind offenbar durch islamistische Propagandafilme im Internet angestachelt worden.

Der ermittelnde Staatsanwalt Josef Rainer Wolf sagte, die Täter hätten ansonsten wohl "keinerlei Kontakt" zur islamistischen Szene gehabt. Wie sie ihren Eltern in Testamenten schrieben, wollten Aytac K., 15, Ismael, 15, und Emre S., 17, mit erbeuteten Polizeiwaffen "US-Soldaten töten" und dann als Märtyrer ins Paradies einfahren.

Dass die Jugendlichen noch am Leben sind, verdanken sie der Nervenstärke der Polizisten.

Die Beamten wurden gegen 23.35 Uhr von einem der Jugendlichen telefonisch zu einer angeblich hilflosen Person gerufen, die auf einem Waldweg in dem Kölner Stadtteil Rondorf liege.

Als die Beamten eintrafen, sprang der Liegende auf, dann kamen zwei Vermummte mit einer Pumpgun und einer Pistole aus dem Wald. Dass es sich dabei nicht um scharfe Waffen handelte, konnten die Polizisten nicht erkennen, trotzdem schossen sie lediglich in die Luft.

Die Täter flohen und feuerten dabei aus ihren Gaswaffen. Auf der Flucht verlor einer sein Handy, was die Fahndung erleichterte. Gutachter sollen nun klären, inwieweit die beiden jüngeren Minderjährigen schuldfähig sind.

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