Obama fordert strengere Waffengesetze "Möge Gott uns allen Weisheit geben"

Das Massaker von Texas entfacht die Debatte um das Waffenrecht in den USA aufs Neue. Ex-US-Präsident Obama fordert erneut schärfere Gesetze - sein Nachfolger Trump hält dagegen.

Barack Obama
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Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat den Angriff auf eine Kirchengemeinde in Texas mit mindestens 26 Toten zum Anlass genommen, weiter auf eine Verschärfung des Waffenrechts zu drängen. "Möge Gott uns allen die Weisheit geben, um zu fragen, welche konkreten Schritte wir unternehmen können, um die Gewalt und die Waffen unter uns zu reduzieren", schrieb er bei Twitter.

Obama reagierte damit auf eines der schlimmsten Massaker eines einzelnen Täters in der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten. Während eines Gottesdienstes in einer Kirche in Sutherland Springs hatte ein Mann 26 Menschen erschossen. Rund 20 Menschen wurden verletzt. Nach Berichten des Senders CNN und anderer US-Medien handelt es sich um einen 26-jährigen Mann.

Nach Ansicht von Obamas Nachfolger Donald Trump hat die Bluttat nichts mit dem Waffenrecht in den USA zu tun. "Das war ein sehr gestörtes Individuum", sagte der Präsident bei seiner Asienreise während einer Pressekonferenz. auf die Frage, ob nun eine Änderung des Waffenrechts anstehe, sagte Trump, "wir haben viele Probleme mit geistiger Gesundheit in unserem Land", aber im vorliegenden Fall gebe es kein Problem mit Schusswaffen. Das Massaker von Texas sei ein sehr, sehr trauriges Ereignis: "Wer hätte jemals gedacht, dass so etwas passieren kann."

Trump sagte, glücklicherweise sei der Täter von einem anderen Mann erschossen worden, sonst wäre es noch viel schlimmer gekommen. Medienberichten zufolge ist dies jedoch nicht gesichert. Der Angreifer wurde nach Angaben der Polizei kurz nach der Tat unter noch nicht geklärten Umständen tot in seinem Auto gefunden. Ob er sich selbst erschoss oder erschossen wurde, ist unklar.

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Texas: Schüsse während der Andacht

Einig zeigten sich Trump und Obama in ihrem Mitgefühl für die Opfer. "Wir trauern mit allen Familien in Sutherland Springs, die von diesem Akt des Hasses getroffen wurden", schrieb Obama. Trump sprach von einem "entsetzliches Verbrechen" und einer "Tat des Bösen", inmitten eines heiligen Gottesdienstes. "Wir können den Schmerz, die Trauer und das Leid, das die Familien der Opfer erlitten haben, nicht in Worte fassen. In so harten Zeiten wie diesen tun Amerikaner, was sie am besten können: Sie halten zusammen."

fok/dpa/AP



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