Ansbach Polizist wegen sexueller Übergriffe zu Haftstrafe verurteilt

Er verliert wohl seinen Job und Pensionsansprüche: In Bayern ist ein Polizeibeamter wegen sexueller Übergriffe verurteilt worden. Der Mann soll die Taten während seiner Dienstzeit begangen haben.

Wappen der Bayerischen Polizei an einer Uniform (Archiv)
Timm Schamberger / DPA

Wappen der Bayerischen Polizei an einer Uniform (Archiv)


In Franken hat das Landgericht Ansbach einen Polizisten wegen sexueller Übergriffe im Dienst zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 57-Jährige zwei Frauen in ihren Wohnungen besuchte und sie dann unsittlich berührte.

Der suspendierte Beamte verliert damit seinen Job und auch seine Pensionsansprüche. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten, sein Verteidiger auf Freispruch plädiert.

Einer heute 76-jährigen Frau griff der Mann nach Überzeugung der Richter an die Brust und nutzte dabei seine Position als Polizist aus. Weil er außerdem seine geladene Dienstwaffe mitführte, wurde er in diesem Fall wegen eines schweren sexuellen Übergriffs verurteilt.

Richter: Mann hat Polizei großen Schaden zugefügt

Im zweiten Fall verurteilte das Gericht den Beamten wegen sexueller Belästigung: Einer heute 50-jährigen Frau hatte der Polizist nach Überzeugung der Richter unvermittelt an die Brust gegriffen und verlangt, sie solle sich ausziehen.

Der Vorsitzende Richter Claus Körner sagte, das Strafmaß sei ausreichend, um die Tat zu sühnen. Der Mann habe der Polizei durch sein Verhalten großen Schaden zugefügt.

In der Verhandlung hatte der Angeklagte zu dem schwereren Fall eine Version des Geschehens geschildert, die der Aussage des Opfers komplett widersprach. Der Staatsanwalt forderte für den Polizisten eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten - es sei nur schwer vorstellbar, dass sich die über 70-Jährige einem Polizisten angeboten habe.

kko/dpa



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