Bombenanschlag von Bangkok Malaysische Polizei nimmt drei Verdächtige fest

Ein Pakistaner sowie eine Frau und ein Mann aus Malaysia sind wegen des Bombenanschlags auf den Erewan-Schrein in Bangkok festgenommen worden. Die malaysischen Behörden wollen die drei Verdächtigen vorerst nicht an Thailand ausliefern.

Touristen am Erewan-Schrein: Drei weitere Verdächtige gefasst
DPA

Touristen am Erewan-Schrein: Drei weitere Verdächtige gefasst


Die Polizei in Malaysia hat bei den Ermittlungen zum tödlichen Bombenschlag in Bangkok drei Verdächtige gefasst. Es handele sich um einen Pakistaner sowie einen Mann und eine Frau aus Malaysia, sagte Polizeichef Khalid Abu Bakar. "Wir haben den Eindruck, dass die drei uns bei der Untersuchung helfen können", sagte er.

Die Festnahmen erfolgten demnach schon im vergangenen Monat. Derzeit ist laut Bakar nicht geplant, die Verdächtigen an Thailand auszuliefern. Malaysia arbeite aber eng mit den dortigen Behörden zusammen. Was den Festgenommenen im Zusammenhang mit dem Anschlag vorgeworfen wird, sagte Bakar nicht. Offen ist auch, wann die drei offiziell angeklagt werden.

Bei dem Anschlag am 17. August in der thailändischen Hauptstadt waren 20 Menschen getötet worden, darunter 14 ausländische Touristen. Mehr als 120 Personen wurden verletzt. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Kritiker bemängeln die Ermittlungsarbeit der Polizei in Thailand. Deren Erklärungen zu möglichen Hintermännern, Motiven und Befragungen von Verdächtigen seien widersprüchlich, spekulativ und oftmals rätselhaft.

Jüngste Panne könnte sein, dass ein Verdächtiger aus dem Land in die Türkei entkommen ist. Der Mann habe einen chinesischen Pass gehabt und soll den Anschlag orchestriert haben, hieß es in Bangkok. Ursprünglich seien Ermittler davon ausgegangen, dass der Mann sich nach China abgesetzt habe. Inzwischen sei man der Überzeugung, dass der Verdächtige bereits am 30. August Richtung Bangladesch geflohen und dann über Neu-Delhi und Abu Dhabi nach Istanbul gereist sei.

Die thailändischen Behörden haben bereits mehrere Personen wegen des Anschlags festgenommen. Ein Mann wurde in einem Apartment bei Bangkok gefasst, in dem Material zum Bombenbau gefunden wurde. Die zweite Person wurde nahe der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha festgenommen. Ihre Fingerabdrücke sollen auf den in der Wohnung sichergestellten Bomben-Utensilien gefunden worden sein.

ulz/AFP/Reuters/AP

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