Obszöne E-Mail an Ariane Friedrich Absender muss Geldstrafe zahlen

Seine obszöne E-Mail hat Ariane Friedrich viel Ärger eingebracht. Inzwischen hat der Absender aus Mittelhessen gestanden, die Hochspringerin beleidigt und sexuell belästigt zu haben. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Strafbefehl erlassen.  

dapd

Marburg - Seit Mai ermittelt die Polizei gegen einen 38-Jährigen aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf, weil er der Hochspringerin Ariane Friedrich eine obszöne E-Mail geschrieben haben soll. Inzwischen hat der Mann gestanden, die Sportlerin im Internet beleidigt und belästigt zu haben.

"Seine Angaben sind ausreichend für einen Tatnachweis", sagte die Marburger Staatsanwältin Annemarie Wied. Aufgrund des Geständnisses sei ein Strafbefehl gegen 38-Jährigen ergangen. Demnach muss er - wie von der Staatsanwaltschaft beantragt - wegen Beleidigung und der Verbreitung pornografischer Schriften eine Geldstrafe von 1050 Euro zahlen.

Diese Strafe sei ausreichend, da der 38-Jährige nicht vorbelastet sei und das Geständnis abgelegt habe, sagte Wied. Zudem habe der Fall auch für ihn große Folgen gehabt. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig.

Nach Erhalt der E-Mail, in der der Mann ein anzügliches Foto angeboten hatte, hatte Friedrich selbst Anzeige erstattet. Ermittler durchsuchten die Wohnung des Mannes und stellten Datenträger sicher. Computerspezialisten konnten das bereits gelöschte Bild und die Nachricht wiederfinden.

Friedrich, im Hauptberuf Polizeikommissarin in Darmstadt, hatte die Belästigung des mutmaßlichen Täters auf der Online-Plattform Facebook öffentlich gemacht und auch seinen Namen genannt. Dieses Vorgehen wurde in der Öffentlichkeit hitzig diskutiert. Ihr offizielles Facebook-Profil hat Friedrich inzwischen deaktiviert.

Die Hochspringerin steht im Aufgebot für die Olympischen Spiele in London (27. Juli bis 12. August), obwohl sie die erforderliche Norm von 1,95 Metern nicht geschafft hat. Der Deutsche Olympische Sportbund hatte Anfang des Monats dem Antrag des nationalen Leichtathletik-Verbandes auf eine Härtefallregelung für die deutsche Rekordhalterin (2,06 Meter) stattgegeben. Die Entscheidung sorgte für Unverständnis.

siu/dpa



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Seite 1
billger 19.07.2012
1.
Zitat von sysopdapdSeine obszöne E-Mail hat Ariane Friedrich viel Ärger eingebracht. Inzwischen hat der Absender aus Mittelhessen gestanden, die Hochspringerin beleidigt und sexuell belästigt zu haben. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Strafbefehl erlassen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,845267,00.html
Naja, lächerlich. Was is schon 'ne E-Mail? Ich bekomme - so wie die meisten sicher auch - dutzende E-Mails mit obszönen Inhalt pro Woche. Nennt sich Spam und wird auch so behandelt. Ein Wunder, dass sich die Polizei mit sowas befasst. Vermutlich nur, weil sie prominent ist.
Rainer Helmbrecht 19.07.2012
2.
Zitat von sysopdapdSeine obszöne E-Mail hat Ariane Friedrich viel Ärger eingebracht. Inzwischen hat der Absender aus Mittelhessen gestanden, die Hochspringerin beleidigt und sexuell belästigt zu haben. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Strafbefehl erlassen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,845267,00.html
Ein 38 jähriger, der sich im Internet versteckt und im Schutz angeblicher Anonymität beleidigt, ist ein Wurm und gehört angemessen bestraft. Er hatte das "Glück" dass Frau Friedrich einen öffentlichen Wert hat und darum Ermittlungen stattfanden. Bei Lieschen Müller, verläuft sowas im Sande und darum ist der Strafbefehl Viiiel zu billig, damit kann man keine Nachahmer abschrecken. Ich wäre dafür, zusätzlich Sozialstunden anzuhängen, damit diese Leute auch die Grundrechte anderer Menschen mehr achten lernen. MfG. Rainer
spasssbremse 19.07.2012
3.
Jetzt kann AF ja in Ruhe bei Olympia zeigen, warum ihre Nominierung nicht nur ihrer medienwirksamen Popularitaet geschuldet ist...
dman 19.07.2012
4. Falsches Bild
Wieso wird da ein Bild, sogar eine ganze Bilderstrecke von Ariane Friedrich gezeigt? Es geht doch darum, dass ein Täter verurteilt wurde, Frau Friedrich hat doch dazu wenig beigetragen. Was ich damit meine ist, dass der Täter und Ariane Friedrich hier zusammen genannt werden, was dem Täter wohl eher recht ist als Frau Friedrich. Ich möchte nicht mit Bild erscheinen, wenn mir jemand obszöne Nachrichter schickt. Aber diese Feinheiten zählen auch bei Spiegel online nicht, Hauptsache es wird angeklickt.
Merkelfan 19.07.2012
5. optional
Sie wird kläglich bei Olympia scheitern und wieder mal einen Grund finden (Wind, Ameisenknochen im Weg u.a.) warum "es nicht lief, sonst hätte sie locker gewonnen". Diese Frau hätte NIEMALS für Olympia nominiert werden dürfen. Das ist ein Faustschlag ins Gesicht derer, die an der Qualifikation gescheitert sind. Regeln gelten anscheinend nicht für alle in der deutschen Leichtathletik.
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