Angriffe auf Fahrzeuge in Arizona Polizei fasst mutmaßlichen Highway-Schützen

Die Bevölkerung reagierte panisch: In Arizona wurde an Highways auf fahrende Autos geschossen. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Aber vollständige Entwarnung gibt sie noch nicht.

AP/The Arizona Republic

Die Furcht war immens im Großraum Phoenix. Viele Autofahrer mieden die Interstate 10, die Polizei berichtete von panischen Anrufern. Der Grund: eine Serie von Schüssen auf Fahrzeuge an dem Highway im US-Bundesstaat Arizona. Nun haben die Ermittler einen Verdächtigen gefasst. "Wir haben ihn", teilte Gouverneur Doug Ducey mit. Ein Einsatzteam der Polizei habe den mutmaßlichen Schützen festgenommen.

Seit Ende August hatte es mindestens elf Schüsse auf Fahrzeuge gegeben, überwiegend auf der Interstate 10, einer der Hauptrouten durch Phoenix. Die Schüsse wurden zu verschiedenen Tageszeiten abgegeben, Ziele waren Limousinen, ein leerer Bus, Geländewagen, Lieferwagen und ein Lkw.

Die Menschen in den Fahrzeugen hatten Glück: Lediglich eine junge Frau wurde leicht verletzt, als sie von Glassplittern einer Scheibe ihres Autos getroffen wurde, die beim Angriff zerbarst. Die Polizei bezeichnete die Taten als "inländischen Terrorismus" und setzte eine Belohnung von 50.000 Dollar (umgerechnet etwa 43.800 Euro) für Hinweise auf den Schützen aus.

Laut einem Polizeisprecher handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 21-Jährigen aus Glendale in Arizona. Er sei festgenommen worden, weil seine Waffe mit den Taten in Verbindung stehe.

Die Ermittler machen ihn für mindestens vier der elf Vorfälle verantwortlich. Sie schließen aber nicht aus, dass es nach den ersten Schüssen Nachahmer gegeben haben könnte. Die Ermittlungen dauerten an, heißt es. Auch zum Tatmotiv gibt es bislang keine Angaben.

wit/AFP/dpa/Reuters



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