Arme Schluckerin Frau schmuggelt ein Kilo Kokain im Magen

Drogenfund am Münchner Flughafen: Zollfahnder haben eine 30 Jahre alte Bolivianerin festgenommen, die versucht hatte, ein Kilogramm Kokain nach Deutschland zu schmuggeln - in ihrem Magen. Nun droht der Frau eine mehrjährige Haftstrafe.


München - Sie wirkte sehr nervös am Zoll und erweckte so die Aufmerksamkeit der Fahnder: Als Zollbeamte des Münchner Flughafens die 30 Jahre alte Frau aus Bolivien genauer kontrollierten, gab sie zu, Kokain im Marktwert von mehreren zehntausend Euro geschluckt zu haben.

Die Frau habe das Rauschgift in 60 sogenannten "Fingerlingen", die sie geschluckt hatte, nach Deutschland schmuggeln wollen, sagte Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamtes München. Fingerlinge seien etwa daumengroße Zellophanpäckchen, in die das Kokain eingeschweißt werde. Das Verfahren sei äußerst gefährlich. Öffne sich auch nur eines der Päckchen im Magen, sterbe der Drogenkurier. Inzwischen sitze die Frau in Untersuchungshaft. Sie müsse mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

Allein um die Fingerlinge hinunterzuwürgen, müssten die Schmuggler bereits ein intensives Training durchlaufen. "Stellen sie sich vor, sie versuchen etwas von der Größe ihres Daumens zu schlucken. Da hat man normalerweise einen Würgereiz", sagte Meister.

dek/AP



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