Drogen im Wert von rund 100 Millionen Euro Drei Männer nach größtem Kokain-Einzelfund in Bayern festgenommen

Ein Ermittler sprach von einem »Krimi«: Nach einem Rekord-Drogenfund in Bayern sitzen drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft – doch die Hinterleute sind noch nicht gefasst.
Zollbeamter vor einem Teil des Kokains

Zollbeamter vor einem Teil des Kokains

Foto: Peter Kneffel / dpa

Drei Männer sind im Zusammenhang mit einem Fund von mehr als einer Tonne Kokain in Aschaffenburg verhaftet worden. Die 22 bis 45 Jahre alten Tatverdächtigen seien am 21. Juni festgenommen worden, als sie die Ware im Wert von rund 100 Millionen Euro abholen wollten, teilte das Zollfahndungsamt (ZFA) in München mit . Es handele sich um einen Niederländer und zwei Marokkaner mit Wohnsitz in den Niederlanden.

Nach Angaben der Behörde handelt es sich um die größte Einzelmenge des Rauschgifts, das bislang in Bayern sichergestellt wurde. Jürgen Thiel, Leiter der Rauschgiftschmuggelbekämpfung im ZFA, sprach von einem »Krimi«. Es liefen noch Ermittlungen, um die Hinterleute der Aktion zu fassen.

Die Ware befand sich in einem Container mit Medizinprodukten, die eine Firma im hessischen Friedberg bestellt hatte. Behörden aus dem Ausland hatten den deutschen Ermittlern einen Tipp gegeben, dass sich darin eine große Menge Kokain befinden könnte. Es werde davon ausgegangen, dass der Empfänger der Medizinprodukte von den Drogen keine Kenntnis hatte.

Die Lieferung aus der Dominikanischen Republik war über Hamburg nach Aschaffenburg transportiert worden. Dort stellten die Ermittler in der Nacht zum 16. Juni das Kokain sicher. Der Container – nunmehr ohne Schmuggelware – wurde den Fahndern zufolge dann nach Friedberg geliefert. Auf dem Parkplatz der Medizinproduktefirma hätten die Tatverdächtigen dann am 21. Juni versucht, das Kokain abzuholen. Dabei seien sie festgenommen worden.

bbr/dpa
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