Gesprengte Geldautomaten Polizei fasst mutmaßliche Bankräuber

Die Zahl der Angriffe auf Geldautomaten nimmt stark zu. In Nordrhein-Westfalen gelang der Polizei nun ein spektakulärer Schlag gegen eine mutmaßliche Bande.


Nach einer Serie von Angriffen auf Geldautomaten hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen drei Tatverdächtige gefasst. Die Männer wurden am frühen Morgen in Dorsten gestellt, kurz bevor sie einen Geldautomaten sprengen wollten. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf mit.

Bundesweit stieg die Zahl der gesprengten Geldautomaten in diesem Jahr auf ein Rekordniveau. Seit Januar jagten Kriminelle in Deutschland bislang insgesamt 134 Automaten in die Luft, im gesamten Vorjahr waren es 116, wie die "Welt" nach einer Umfrage bei den Landeskriminalämtern berichtete. Allein Nordrhein-Westfalen meldete demnach in diesem Jahr bislang 64 Sprengungen, im Vergleich zu 26 im Vorjahr.

Sprengungen immer erfolgreicher

Die drei festgenommenen Tatverdächtigen gehören nach Angaben des LKA einer Gruppierung aus dem Raum Kleve an, die im Verdacht steht, seit März 2015 insgesamt 13 Geldautomaten in Nordrhein-Westfalen gesprengt zu haben.

Das Haupteinsatzgebiet der Täter verlagerte sich dem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr vom Osten in den Westen. Drei von vier Angriffen auf Geldautomaten seien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen registriert worden. Dagegen sei es in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt ruhiger geworden.

Der Polizei zufolge werden die Sprengungen zudem immer erfolgreicher. Weil es in diesem Jahr erstmals mehr geglückte als gescheiterte Beutezüge gab, seien die Täter viel häufiger an das Bargeld im Automaten gelangt als zuvor.

Diese Art des Bankraubs verursacht zudem häufig abgesehen von dem erbeuteten Geld sehr hohe Schäden, da durch die Explosionen vielfach die Gebäude erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden.

sms/dpa/AFP



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