Attentäter Loughner vor Gericht "Er war mental voll da"

An Händen und Füßen gefesselt erschien der Attentäter von Arizona nun erstmals vor Gericht. Der Richter las Jared Lee Loughner die Anklagepunkte und das mögliche Strafmaß vor. Der Todesschütze sei freundlich gewesen und habe sich gut ausgedrückt, heißt es. 
Angeklagter Loughner (Archiv): Nächster Gerichtstermin am 24. Januar 2011

Angeklagter Loughner (Archiv): Nächster Gerichtstermin am 24. Januar 2011

Foto: REUTERS/ Mountain View High School

Washington - Zwei Tage nach dem Attentat von Arizona ist Todesschütze Jared Lee Loughner schwer bewacht erstmals vor Gericht erschienen. Bei dem 15-minütigen Haftprüfungstermin wurde der 22-Jährige am Montag in Phoenix zu seinen Personalien befragt, zudem las der Richter ihm die Anklagepunkte sowie das möglich Strafmaß vor, wie ein Reporter des US-Fernsehsenders CNN berichtete. Der kleine Gerichtssaal sei von 15 US-Marshals bewacht gewesen.

Loughner habe den Eindruck vermittelt, alles verstanden zu haben, berichtete der Reporter. "Er war mental voll da." Der an Händen und Füßen gefesselte Todesschütze sei dem Richter gegenüber freundlich gewesen und habe sich gut ausgedrückt. Als nächster Gerichtstermin sei eine Anhörung für den 24. Januar festgelegt worden.

Der Schütze von Arizona hat den Anschlag auf die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords, der in ein Blutbad mit sechs Toten und 14 Verletzten mündete, anscheinend gezielt geplant. Bei einer Durchsuchung im Haus Loughners fanden die Beamten in einem Safe entsprechende Hinweise. Der Gesundheitszustand Giffords blieb unverändert kritisch, stabilisierte sich allerdings.

luk/dpa
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