Verschwörungsideologe Staatsschutz durchsucht Wohnung von Attila Hildmann

»Ziel war, die Begehung weiterer Straftaten im Internet zu erschweren«: Staatsschützer der Brandenburger Polizei haben die Wohnung von Attila Hildmann durchsucht – und elektronische Geräte beschlagnahmt.
Attila Hildmann (Juli 2020): Vegan-Koch, der sich selbst »ultrarechts« nennt

Attila Hildmann (Juli 2020): Vegan-Koch, der sich selbst »ultrarechts« nennt

Foto: imago images/Mike Schmidt

Attila Hildmann hat Besuch von der Polizei bekommen: Staatsschützer durchsuchten am Dienstag die Wohnung des Vegan-Kochs, der sich selbst »ultrarechts« und einen Verschwörungsprediger nennt, in Brandenburg.

Die Durchsuchung sei zum Zweck der Gefahrenabwehr auf Antrag der Staatsanwaltschaft Cottbus vom Amtsgericht Bernau (Barnim) angeordnet worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Bei der Staatsanwaltschaft Cottbus laufen nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Ermittlungsverfahren gegen Hildmann, unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Die acht Beamten des Landeskriminalamts und der Polizeidirektion Ost hätten sechs Laptops und Computer, mehrere Mobiltelefone und weitere Speichermedien beschlagnahmt, sagte der Sprecher. »Das Ziel war, die Begehung weiterer Straftaten im Internet zu erschweren.« Außerdem hätten die Beamten eine Gefährderansprache gehalten.

In seinem Nachrichtenkanal bei Telegram, über den er Hetze und Verschwörungsideologien verbreitet, bestätigte Hildmann den Polizeieinsatz. Zuerst hatte der »Tagesspiegel«  darüber berichtet.

Hildmann war als Autor veganer Kochbücher bekannt geworden. Im Zuge der Corona-Pandemie fiel er wiederholt mit verschwörungsideologischen Äußerungen auf. Er behauptet etwa, Eliten arbeiteten an einer neuen Weltordnung. In der Vergangenheit wurde er bereits am Rande von Demonstrationen von der Polizei abgeführt.

wit/dpa
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