Prozess in Augsburg
Zen-Priester wegen Kindesmissbrauchs verurteilt
Ein buddhistischer Mönch ist des sexuellen Missbrauchs in mehr als 25 Fällen schuldig gesprochen worden. Er wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
Der Angklagte Hans D. vor dem Landgericht Augsburg
Foto: Stefan Puchner/ dpa
Wegen des sexuellen Missbrauchs von Jungen ist ein Zen-Priester in Augsburg zu sieben Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Augsburg sprach den buddhistischen Geistlichen in mehr als 25 Fällen schuldig. Einige Fälle waren nach Ansicht der Richter schwerer Missbrauch.
Mit dem Strafmaß lag die Jugendkammer etwa in der Mitte zwischen den Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung. Die Anklägerin hatte neun Jahre Haft verlangt, der Verteidiger hielt höchstens sechs Jahre für ausreichend.
Der Mann hatte sieben Jungen im Alter von vier bis 13 Jahren missbraucht. Die Taten ereigneten sich über einen Zeitraum von fast 15 Jahren. Teilweise hat der Mann seine Opfer auch in pornografischer Weise fotografiert. Zudem fand die Kripo viele weitere Kinderpornos bei ihm.