Prozess in Aurich Mann gesteht Missbrauch von Pflegekindern

In Niedersachsen muss sich ein 57-Jähriger vor Gericht verantworten. Ihm wird schwerer sexueller Missbrauch von sieben Pflegekindern vorgeworfen. Zum Prozessauftakt legte der Mann ein Teilgeständnis ab.

Prozess in Aurich: Der Angeklagte betritt kurz vor Prozessbeginn in Handschellen den Gerichtssaal
Mohssen Assanimoghaddam/DPA

Prozess in Aurich: Der Angeklagte betritt kurz vor Prozessbeginn in Handschellen den Gerichtssaal


Im Prozess gegen einen 57-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von sieben Pflegekindern in 110 Fällen hat sich der Angeklagte in wenigen Punkten geständig gezeigt. Die Vorwürfe seien so massiv, dass er nicht auf jeden einzelnen eingehen könne.

"Ich muss zugeben, dass es ein oder zwei Fälle gegeben hat, wo ich voll meine Taten zugebe", sagte der Angeklagte zum Prozessauftakt am Landgericht Aurich. Die meisten Anklagevorwürfe wies der Mann aber zurück.

Laut Anklage handelte es sich bei den Opfern um Jungen. Der Jüngste war zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt fünf Jahre alt. Demnach hat der Mann von 1999 bis 2014 die Pflegekinder, die bei ihm und seiner Frau lebten, jahrelang und immer wieder massiv sexuell missbraucht. Dabei habe er seine Macht und die psychische und materielle Abhängigkeit seiner Schutzbefohlenen als Mittel genutzt, um diese gefügig zu machen, erklärte der Staatsanwalt.

Einige Opfer sind in dem Prozess als Nebenkläger vertreten, verließen aber bei der Aussage des Angeklagten den Gerichtssaal. Für den Prozess sind mehrere Fortsetzungstermine bis zum 20. August angesetzt.

wit/dpa



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