Perth Schweinesamen in der Shampoo-Flasche - Haft für australische Züchter

Die DNA von dänischen Hausschweinen sollte einen Zuchtbetrieb in Westaustralien nach vorne bringen. Stattdessen bringt das Schmuggelgut zwei Mitarbeiter ins Gefängnis. Sie waren am Flughafen aufgefallen.

Schweinezucht (Symbolbild): Mit unfairen Mitteln gearbeitet
REUTERS

Schweinezucht (Symbolbild): Mit unfairen Mitteln gearbeitet


Mit ungewöhnlicher Schmuggelware sind zwei Schweinezüchter in Australien vom Zoll erwischt worden: Die beiden Männer hatten Samen von dänischen Hausschweinen - in Shampoo-Flaschen abgefüllt - im Gepäck.

Wegen Verstoßes gegen die strengen australischen Einfuhrbestimmungen zur Abwehr von Seuchen und Krankheiten wurden sie nun in der westaustralischen Großstadt Perth zu zwei und drei Jahren Gefängnis verurteilt, wie das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte.

Nach Feststellung des Gerichts schmuggelten die Männer über einen Zeitraum von acht Jahren hinweg immer wieder Tiersamen aus Europa nach Australien ein, der dann auch in der Zucht verwendet wurde.

Ihr Unternehmen, ein Ableger einer dänischen Firma, wurde mit einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 350.000 Euro belegt. Es ist allerdings bereits insolvent. Australiens Einfuhrbestimmungen sind so streng, weil verhindern werden soll, dass Krankheiten auf den Kontinent eingeschleppt werden.

In Australien gibt es mehr als 2500 Schweinezuchtbetriebe. "Dieser Fall belegt eine bestürzende Missachtung der Lebensgrundlage für die australischen Schweinebetriebe", erklärte Landwirtschafsministerin Bridget McKenzie. Mit dem Vorgehen habe sich das Unternehmen einen unfairen Wettbewerbsvorteil schaffen wollen.

jok/dpa



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