Erste Autopsie Todesursache im Fall Hoffman weiter unklar

Die erste Autopsie brachte keine eindeutigen Ergebnisse, damit bleibt die Ursache für den Tod von Philip Seymour Hoffman rätselhaft. Ermittler gehen von einer Überdosis aus. In New York wurden vier Verdächtige festgenommen, die dem Schauspieler Heroin verkauft haben sollen.
Ein Bild von Oscar-Preisträger Hoffman: Weitere Untersuchungen notwendig

Ein Bild von Oscar-Preisträger Hoffman: Weitere Untersuchungen notwendig

Foto: CARLO ALLEGRI/ REUTERS

New York - Starb der Schauspieler Philip Seymour Hoffman tatsächlich an einer Überdosis Heroin? Nach einer ersten Autopsie gibt es noch keine Antwort auf diese Frage. "Die Tests haben Resultate erbracht, die keine eindeutige Todesursache ergeben. Wir werden weitere Untersuchungen machen müssen", sagte die Sprecherin des Amtes des Leichenbeschauers. Das könne Tage, aber auch Wochen dauern.

"Die Testergebnisse waren einfach nicht so aussagekräftig, dass wir eine zweifelsfreie Todesursache feststellen konnten. Das passiert zuweilen", sagte die Sprecherin weiter. Letztlich gehe es aber um eine eindeutige Klärung der Todesumstände des 46-Jährigen. "Und dafür werden wir erst einmal weitermachen müssen."

Hoffman war am Sonntag tot in seiner New Yorker Wohnung gefunden worden, in seinem linken Arm steckte eine Spritze. Die Ermittler gehen von einer Überdosis Heroin aus. Er hatte offenbar nur Stunden vor seinem Tod Rauschgift in der Nähe seiner Wohnung gekauft. Der dreifache Familienvater wurde 46 Jahre alt. Er hatte lange mit seiner Alkohol- und Drogensucht gekämpft.

Erst am Mittwochmorgen (MEZ) hatte es in dem Fall vier Festnahmen gegeben. Das berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf nicht näher genannte Polizeiquellen. Drei Männer und eine Frau seien demnach von der Polizei angeführt worden, die Ermittler hätten mehr als 350 Päckchen mit Heroin bei ihnen gefunden, heißt es in der "New York Times" . Ermittlungen nach dem Tod des Oscar-Preisträgers führten demnach zu den Verdächtigen, die ihm Drogen verkauft haben könnten.

Eine Untersuchung der bei Hoffman gefundenen Drogen ergab laut New Yorker Polizei, dass das Heroin nicht mit Fentanyl, einem synthetischen Ersatzmittel, das deutlich stärker wirkt als Morphin, versetzt war. In den vergangenen Monaten war es zu einigen Todesfällen in Folge von gepanschtem Heroin gekommen.

vks/dpa/AP
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