Prozess um Messerangriff in Bad Kreuznach Angeklagter soll gezielt auf Bauch von Schwangerer eingestochen haben

Eine schwangere Frau wurde im Januar in Bad Kreuznach mit einem Messer lebensbgefährlich verletzt, ihr ungeborenes Kind starb. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.

Prozessbeginn in Bad Kreuznach: Der Angeklagte soll auf eine Schwangere eingestochen haben
Andreas Arnold/ AFP

Prozessbeginn in Bad Kreuznach: Der Angeklagte soll auf eine Schwangere eingestochen haben


Der Messerangriff auf eine schwangere Frau in Bad Kreuznach ist laut Staatsanwaltschaft mit mindestens 26 Stichen ausgeführt worden. Der Angeklagte habe in der Absicht gehandelt, sein Opfer zu töten, sagte Oberstaatsanwältin Nicole Frohn zum Auftakt des Verfahrens vor dem Landgericht.

Die 25-Jährige hatte sich nach der Attacke im Januar in Lebensgefahr befunden und war mit einer Not-OP gerettet worden. Das ungeborene Kind starb trotz eines Notkaiserschnitts einen Tag später.

Dem Angeklagten - einem 25 Jahre alten afghanischen Asylbewerber aus dem südhessischen Biblis - wird laut Staatsanwaltschaft versuchter Mord in Tateinheit unter anderem mit Schwangerschaftsabbruch vorgeworfen.

Im Januar 2019 soll der Angeklagte die damals schwangere Frau in einem Krankenhaus in Bad Kreuznach besucht haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge zielte er bei den ersten zwei Messerstichen auf den Bauch des Opfers, um ihre Schwangerschaft zu beenden. Die Frau habe neben Verletzungen der Gebärmutter großflächige Narben davongetragen, auch im Gesicht.

Die Anklage hält dem 25-Jährigen zudem vor, die Frau im Juli 2018 in seiner Wohnung in Biblis vergewaltigt zu haben. Ob das Kind dabei gezeugt wurde, sei nicht klar, sagte Oberstaatsanwältin Frohn.

Nach Angaben des Landgerichts Bad Kreuznach gab der Mann in der Vernehmung an, sich an das Geschehen im Krankenhaus nicht mehr erinnern zu können. Zu den Vergewaltigungsvorwürfen habe sich der Mann nicht geäußert.

Bis September sind zwölf Verhandlungstermine angesetzt.

cop/dpa/AFP



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