Baden-Württemberg Fahnder zerschlagen internationale Schleuserbande

Rund 2000 Ausländer soll die Bande illegal in mehrere EU-Länder gebracht haben - unter anderem in umgebauten Lastwagen. Jetzt sind die Schleuser der Polizei ins Netz gegangen, mehr als 40 Personen wurden festgenommen.


Stuttgart - Die Polizei in Baden-Württemberg hat eine internationale Schleuserbande zerschlagen, die von 2008 bis 2011 rund 2000 Ausländer in verschiedene Länder der EU gebracht haben soll. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wurden elf Türken und Deutsche festgenommen und in der Türkei weitere 33 Tatverdächtige, wie die Bundespolizeidirektion Stuttgart am Donnerstag mitteilte.

Die in der Türkei ansässige Bande steuerte ihre Aktivitäten demnach überwiegend von Istanbul aus. Die Lastwagen, die sie zur Schleusung einsetzte, verfügten über einen professionell eingebauten Hohlraum, in dem sich bis zu 113 Menschen verstecken konnten.

Die Wege der Schleuser führten von Istanbul und Athen und dann mit Autofähren nach Italien. Von hier aus wurden die Menschen auf verschiedenen Routen weitergeschleust. Illegale Migranten seien aber auch mit zwei Yachten und eigens gecharterten Schiffen nach Italien gebracht worden. Die "Gemeinsame Ermittlungsgruppe Schleuser" hatte seit 2009 in den Fällen ermittelt.

wit/AFP/dpa



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