Baden-Württemberg Gaffer filmt sterbenden Motorradfahrer

Statt zu helfen, zog er sein Handy und filmte. Nach einem Motorradunfall in Baden-Württemberg ermittelt die Polizei gegen einen Gaffer wegen unterlassener Hilfeleistung.

Rettungswagen (Symbolbild)
DPA

Rettungswagen (Symbolbild)


Nach einem schweren Motorradunfall bei Ulm hat ein Gaffer den verunglückten Fahrer mit seinem Handy gefilmt, ohne ihm zu helfen. Der Motorradfahrer starb noch an der Unfallstelle an seinen Verletzungen.

Der 29-Jährige war gegen eine Straßenlaterne gefahren, teilte die Polizei mit. Ein Fahrradfahrer, der an der Unfallstelle unterwegs war, filmte demnach das Geschehen.

Laut Polizei hörte der junge Mann auch nicht damit auf, als Rettungskräfte zum Unfallort kamen, und behinderte Notarzt und Sanitäter bei ihrer Arbeit. Gegen ihn wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Der Motorradfahrer hatte zuvor offenbar trotz Verbots mehrere Autos überholt. Beim Einscheren verlor er laut Polizei die Kontrolle über sein Rad, prallte gegen die rechte Leitplanke, fuhr daran mehrere Meter entlang und prallte letztlich auf die Straßenlaterne.

asa/dpa/AFP



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